Bio-Hyaluronsäure

Bio-Hyaluron

Bio HyaluronHyaluron ist ein Bestandteil unseres Gewebes. So finden wir Hyaluron in den Muskeln, in den Sehnen und auch in der Haut. Hyaluronsäure kann Wasser binden und sorgt somit in weiterer Folge für ein vitales und gesundes Aussehen unserer Haut.

Hyaluronsäure ist die natürliche Anti-Aging-Wunderwaffe

Doch Menschen, die sich für Bio-Hyaluron-Behandlungen entscheiden, müssen sich immer wieder diverse Vorurteile anhören: Bio mag ja gut sein, aber hilft Hyaluron wirklich gegen Falten? Natürlich! In der natürlichen Kosmetik gibt es diverse Power-Wirkstoffe – so etwa Coenzym Q10, Kollagen und auch die Hyaluronsäure. Dabei handelt es sich um die sogenannte „grüne Anti-Aging-Liste“. Des Weiteren bieten viele Naturkosmetik-Hersteller auch Pflegeprodukte für reife Haut an. Dabei wird der Verbraucher relativ schnell erkennen, dass auch hier die alten Bekannten – wie etwa Kollagen, Coenzym Q10 und Hyaluronsäure – in den Cremetöpfen zu finden sind. Keine Sorge – hier wird nicht geschummelt oder mit falschen Versprechen geworben. Jene Wirkstoffe, die wir aus der Natur kennen, sind den synthetischen Wirkstoffen oftmals überlegen.

Hyaluronsäure hilft der Haut und sorgt für ein jüngeres Aussehen

Hyaluronsäure gilt als wahrer Jungbrunnen. Dabei handelt es sich um einen körpereigenen Zuckerstoff, der sich zwischen unseren Bindegewebsfasern bildet und dafür sorgt, dass unsere Haut glatt, faltenfrei und vital bleibt. Schlussendlich genügt bereits 1 Gramm Hyaluron, damit rund drei Liter Flüssigkeit gebunden werden können! Hyaluronsäure findet sich auch in den Hahnenkämmen. In den 1980er Jahren gab es daher zahlreiche Cremes mit Hyaluronsäure aus Hahnenkämmen, wobei der Feuchtigkeitsspender heutzutage nicht mehr aus den Kämmen gewonnen wird; heutzutage wird Hyaluronsäure synthetisch hergestellt oder direkt aus diversen Bakterienkulturen gewonnen. Anders jedoch bei der Hyaluronsäure: Bio-Hyaluronsäure wird aus den Mikroorganismen des Weizens gewonnen, sodass es sich um ein biologisches und auch veganes Produkt handelt.

Die biologische Faltenunterspritzung

Hyaluron wird als kristallklares Gel in die Hautfalten injiziert. Dabei verstärkt das injizierte Hyaluron die Produktion des körpereigenen Hyalurons; in weiterer Folge kommt es zu einem deutlich verbesserten Hautvolumen. Das Hyaluron wird mit einer extrem dünnen Nadel injiziert; die zu behandelnde Region wird im Vorfeld mit einer Anästhesiecreme oder einem Kühlungsspray betäubt, sodass die Injektionen keine Schmerzen verursachen.

Der Patient darf sich über ein sofortiges Ergebnis freuen, welches nicht nur lange anhält, sondern auch besonders natürlich ist, sodass es zu keiner „versteinerten Mimik“ kommt. Natürlich spielen auch die Ausprägungen und die Faltentiefen eine wesentliche Rolle, sodass natürlich die individuelle Verfassung eine wesentliche Rolle spielt, welche Erfolge tatsächlich erzielt werden können. Klagt der Patient unter sehr starken und tiefen Falten, kann das Gewebe nicht mehr zur Gänze angehoben werden, sodass es „nur“ zu einem sogenannten „Weichzeichner-Effekt“ kommt. Aber auch hier tritt eine optische Verjüngung ein.

Wann kann das Biolifting in Anspruch genommen werden?

Patienten, die von den „klassischen Schönheitsfalten“ (Mundfalten, Stirnfalten, Nasenfalten) betroffen sind, können – nur mit dem Biolifting – ihre Falten derart korrigieren lassen, dass sie um Jahre jünger aussehen. Jedoch kann biologisches Hyaluron auch zur Behandlung von Aknenarben verwendet werden; selbst eine Vergrößerung des Lippenvolumens ist möglich.

Hyaluronsäure zu Therapiezwecken

Nutzen von Hyaluronsäure zu Therapiezwecken

HyaluronsäureFür das Bindegewebe des menschlichen Körpers ist Hyaluronsäure von großer Bedeutung. Es handelt sich dabei um eine gelartige und transparente Substanz. Sie kann nicht nur im Bindegewebe, sondern auch in Gelenken und der Knorpelmasse nachgewiesen werden. Im Körper übernimmt Hyaluronsäure hauptsächlich die Funktion, Wasser zu speichern. In Relation zur eigenen Masse kann die Säure eine große Menge an Feuchtigkeit binden.

Mit steigendem Alter nimmt der Anteil an Hyaluronsäure in Körper ab, was zu Problemen und Schmerzen führen kann. Mit dem Erreichen des 6. Lebensjahrzehnts hat sich der Anteil der Säure im Körper bereits um rund 90 Prozent verringert. Schmerzbedingte Probleme und körperliche Beeinträchtigungen durch einen Hyaluronsäuremangel können therapeutisch behandelt werden. Künstlich hergestellt kann sie an der betroffenen Körperstelle injiziert werden.

Schutzfilm der Gelenke und Wasserspeicher

Als Hauptbestandteil der Knorpelmasse und der Flüssigkeit in den Gelenken übernimmt Hyaluronsäure vielfältige Funktionen. Sie legt sich als gelartige Flüssigkeit um den Knorpel und Gelenke und macht eine schmerzfreie Bewegung möglich. Ferner schützt sie vor großen Belastungen der Gelenke und federt diese ab.

Anders als Wasser kann Hyaluronsäure nicht aus Gelenken austreten. Wie ein Schutzkissen legt sich die gelartige Masse zwischen Knochen und Gelenken und verhindert, das diese aufeinander reiben. Der Wirbelsäure, die einen Großteil des menschlichen Gewichts trägt, verleiht sie damit Stabilität und Beweglichkeit.

Im Bindegewebe übernimmt Hyaluronsäure eine weitere Funktion. Unter der Haut dient sie als Wasserspeicher und reguliert den Wasserhaushalt. Bei einer Unterversorgung gibt sie Wasser ab, bei einer ausreichenden Versorgung speichert sie Flüssigkeit.

Therapeutische Einsatzbereiche

Die starke Beanspruchung der Gelenke im Alltag führt zu einer stetigen Abnutzung der Knorpelmasse. Ohne einen ausreichenden Schutzfilm reiben Gelenke und beschädigte Knorpel aufeinander und verursachen Schmerzen. Es kommt zu einer Bewegungseinschränkung, meist entwickelt sich eine chronische Arthrose.

Mit künstlich hergestellter Hyaluronsäure kann der noch vorhandene Schutzfilm unterstützt werden. Einmal in das betroffene Gelenk injiziert, glättet die künstliche Hyaluronsäure die Knorpeloberfläche und verhindert ein Schmerz verursachendes Reiben der Gelenke.

Hyaluronsäure kann dank seiner Eigenschaft als Wasserspeicher auch als Zusatzstoff bei Augentropfen eingesetzt werden. Schon ein Gramm der Säure kann rund sechs Liter Wasser speichern. Sie schützt vor einem schnellen Austrocknen der Linse und hält sie länger feucht.

Gefeiert als Wundermittel gegen Falten

Die ästhetische Medizin hat Hyaluronsäure längst als sinnvolles Mittel gegen faltige Haut für sich entdeckt. Der Mangel an der Säure führt dazu, dass im Alter nicht mehr genug Feuchtigkeit unter der Haut gespeichert wird. Es bilden sich Falten, die mit Hyaluronsäure bekämpft werden können. Unter der betroffenen Hautpartie injiziert, bindet Hyaluronsäure Feuchtigkeit und steigert die Elastizität der Haut.

Es ist nicht zwingend ein invasiver Eingriff notwendig, Hyaluronsäure kann auch auf die Haut aufgetragen werden. In Gels und Cremes zur Faltenbekämpfung wird meist Hyaluronsäure beigesetzt. Die Wirkung ist jedoch deutlich geringer, Gleiches gilt auch für Hyaluronsäurekapseln. Die Dosierung ist deutlich geringer als bei einer Injektion direkt unter die Haut.

Wasser im Knie

Wasser im Knie hört sich im ersten Moment wie eine Lapalie an, doch hinter dem Symptom verbirgt sich eine ernstzunehmende Entzündung.

Wasser im KnieWasser im Knie

Wasser im Knie hört sich im ersten Moment wie eine Lapalie an, doch hinter dem Symptom verbirgt sich eine ernstzunehmende Entzündung. Nur mit der richtigen Behandlung ist es möglich diese zu lindern und so auch den Schmerzen den Garaus zu machen.

In jedem Gelenk befindet sich Flüssigkeit, diese wird als Schmiermittel für die reibungslose Funktion der Gelenke benötigt. Entsteht ein Überschuss an Gewebsflüssigkeit, muss der Betroffene seinen Arzt aufsuchen. Der sogenannte Kniegelenkserguss entsteht nicht grundlos, er ist nur ein Symptom für eine vorhandene Erkrankung.

Eine übermäßige Ansammlung von Gelenksflüssigkeit hat ihren Ursprung meist in einer mechanischen Überreizung des Gelenks. Ein Schaden am Meniskus kann ebenso dafür verantwortlich sein wie eine Bakerzyste oder Arthrose in den Kniegelenken. Bei all diesen Erkrankungen kommt es fast immer zu einer Gewebeentzündung. Infolgedessen lagert sich Gewebewasser ein und der Schleimbeutel des Gelenks wird gereizt.

Schwillt das Knie an, kann eine Kühlkompresse oder ein feuchtes, kühles Handtuch zunächst Linderung bewirken. Doch selbst wenn der Schmerz verschwindet, sind diese Hausmittel keine Heilmittel. Nur der Gang zum Arzt kann die Schmerzen der betroffenen Personen dauerhaft lindern.

Schaden am Meniskus

Im Kniegelenk befinden sich mehrere Knorpelscheiben, die als Menisken bezeichnet werden. Ihre Aufgabe ist die Stoßabfederung und der Erhalt der Gleitfähigkeit des einzelnen Gelenks. Ist der Meniskus geschädigt, kommt es zu einer Ausfransung und es entstehen Risse. Häufig ist eine sogenannte Dreh-Sturzverletzung die Ursache für einen Meniskusschaden, jedoch können auch das Alter oder eine permanente Fehlbelastung der Grund sein. Da das Gewebe permanent überreizt wird, kommt es zu einer Ansammlung von Flüssigkeit. Der Druck in der Gelenkkapsel nimmt zu und es entstehen Schmerzen, die im Verlauf immer unangenehmer werden.

Ein Schaden am Meniskus muss nicht immer sofort operiert werden. Sind nur kleinere Risse vorhanden, kann eine konservative Therapie Linderung bringen. Das Knie muss im Zuge dieser Behandlung geschont werden, parallel hierzu werden Schmerzmittel und Physiotherapie verordnet.

Kommt es zur Operation, werden die Risse am Meniskus genäht und die Knorpelscheiben werden bestmöglich rekonstruiert.

Die Bakerzyste

Eine Bakerzyste, die auch als Poplitealzyste bezeichnet wird, entsteht durch eine Überbelastung des Kniegelenks. Es bildet sich eine Schleimhauthöhle im Innenbereich der Kniekehle. Im Inneren der Zyste befindet sich eine gallertartige Flüssigkeit, die Druck auf das umliegende Gewebe ausübt. Daraus resultiert wiederum eine Ansammlung von Flüssigkeit im Kniegelenk. Ein oft auftretender Nebeneffekt der Bakerzyste ist ein Taubheitsgefühl im Unterschenkel.

Eine Operation ist nicht bei jeder Bakerzyste das Mittel der Wahl. Je nach Größe können auch konservative Heilmethoden angewandt werden. Der Arzt behandelt mit entzündungshemmenden Medikamenten, allerdings dürfen das Nervensystem und die Durchblutung noch nicht in Mitleidenschaft gezogen worden sein.

Die Kniegelenksarthrose

Ein gewisses Maß an Verschleiß im Bereich der Gelenke ist völlig normal. Bei übermäßigen Verschleißerscheinungen kommt es jedoch zu Entzündungen im Knie. Um den Schaden auszugleichen, produziert der Körper Gewebeflüssigkeit. Derzeit gibt es keine grundlegende Behandlung bei Kniegelenksarthrose, die Therapie erfolgt in der Regel symptomatisch. Häufig werden Injektionen mit entzündungshemmenden Medikamenten direkt ins Knie gespritzt. Viele Patienten profitieren zudem von Bewegungsanwendungen. Wenn keine konservative Therapie zum gewünschten Erfolg führt, kann eine Operation in Erwägung gezogen werden. Hier gibt es Möglichkeiten, die von einer Glättung des Knorpels, bis zu einem kompletten Kniegelenksersatz reichen.

Ein medizinischer Grundsatz lautet: Flüssigkeit im Knie kann sich nur dann zurückbilden, wenn die Ursache behandelt wird. Eine abklingende Entzündung sorgt auch für eine Rückbildung des Wassers.

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Arthrose: Gelenkverschleiß

Immer mehr Menschen können ihre Arbeit nicht mehr ausüben, weil sie durch Arthrose zu sehr eingeschränkt sind. Arthrose steht an der Spitze der Gründe für Frühberentung.

ArthroseArthrose Gelenkverschleiß

Immer mehr Menschen können ihre Arbeit nicht mehr ausüben, weil sie durch Arthrose zu sehr eingeschränkt sind. Arthrose steht an der Spitze der Gründe für Frühberentung. Arthrose ist eine chronische Erkrankung, die durch eine Schädigung der Knorpelsubstanz zwischen den Gelenken verursacht wird. Die Knorpelschicht liegt schützend auf den Knochen und sorgt für eine reibungslose Bewegung in der Gelenkverbindung. Baut sich der Knorpel ab oder ist stark beschädigt, führt dies zu einer schmerzhaften Arthrose. Besteht diese erst einmal, ist eine Heilung oder erfolgreiche Behandlung der Ursache nicht mehr möglich.

War man früher noch der Ansicht, dass es sich bei Arthrose um altersbedingten Verschleiß handelt, wissen Forscher heute mehr. Ob und wie schnell es zu einem Abbau der Knorpelschicht im Gelenk kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Faktor Stress

Die im Knorpelgewebe vorhandenen Chondrozyten(Knorpelzellen) produzieren bei Stress Stoffe, die einen Umbau von Knorpel zu Knochen veranlassen. Dabei geht ein Teil der Knorpelschicht verloren. Stress für die Knorpelzellen entsteht zum einen durch Fehlstellungen. Stark ausgeprägte X-Beine sind ein Beispiel dafür. Zum andern sorgen Verletzungen für gestresste Chondrozyten. Diese treten häufig bei Sportlern auf, da Sportarten wie Fußball, Handball, Abfahrtsski oder Tennis besonders verletzungsanfällig sind. Mit jeder einzelnen Verletzung nimmt der Schaden am Gelenk mehr zu und stört die Ausgewogenheit zwischen Bändern, Sehnen, Muskeln, Knochen und Knorpel.

Faktor Körperfett

Dass Übergewicht die Gelenke belastet, ist allgemein bekannt. Allerdings ist nicht ein größeres Körpergewicht maßgebend für die Entstehung einer Arthrose, sondern das dadurch vorhandene übermäßige Körperfett. Besonders das weiße Bauchfett sendet entzündungsfördernde Botenstoffe aus, die über den Stoffwechsel ins Gelenk und in die Knorpelschicht gelangen. Dabei besteht die Möglichkeit, dass ein Fortschreiten der Arthrose begünstigt wird. Es steht fest, das ein individueller Lebensstil eine Arthrose-Erkrankung beeinflussen oder möglicherweise verhindern kann.

Faktor Bewegung

Ein wichtiger Punkt zum Erhalt der Knorpelsubstanz ist regelmäßige Bewegung. Gelenke müssen mobilisiert werden, da sie dadurch die Chondrozyten zur Knorpelbildung anregen. Trainierte Muskeln, Sehnen und Bänder stabilisieren die Gelenke und ermöglichen größere Belastungen. Ruckartige Bewegungen und Verletzungen sollten allerdings vermieden werden. Wichtig ist es nach größeren Anstrengungen Pausen zu machen. So wurde bei Läufern die Knorpelschicht im MRT untersucht. Es stellte sich heraus, dass ein kurz nach dem Lauf deutlich angegriffener Knorpel sich nach einigen Wochen wieder vollständig regeneriert. Für eine Verhinderung der Bildung von Arthrose sind regelmäßige Bewegung und angemessene Pausen bei hohen Belastungen eine wichtige Voraussetzung.

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Gelenkknorpel – Knorpel

Der Knorpel ist für die Dämpfung verantwortlich Für Sportler ist ein Knorpelschaden das Horrorszenario schlechthin. Er markiert den ersten ernstzunehmenden Schritt zur Gelenkabnutzung.

Der Knorpel ist für die Dämpfung verantwortlich

Gelenkknorpel KnorpelFür Sportler ist ein Knorpelschaden das Horrorszenario schlechthin. Er markiert den ersten ernstzunehmenden Schritt zur Gelenkabnutzung. Verglichen werden kann der abgenutzte Knorpel mit einem Fahrrad, das ohne Gummibereifung unterwegs ist. Für den Menschen ist diese sinnbildliche Bereifung, um alltäglichen Belastungen standhalten zu können, von besonderer Bedeutung. Der Knorpel stellt ein schützendes Polster für Gelenke dar, trägt zur reibungslosen Bewegung bei und federt Stöße und Belastungen ab. Häufig sind Schäden an Gelenkknorpeln aufgrund hoher Belastung beim Sport, in Folge eines Unfalls oder durch Übergewicht anzutreffen.

Wegen der fehlenden Durchblutung, ist der Knorpel nicht in der Lage, sich selbst zu regenerieren. Kurz ausgedrückt: Knorpelschäden heilen nicht! Stärkere Knorpeldefekte münden, sofern sie nicht behandelt werden, in Arthrose, also einer akuten Gelenkabnutzung. Dem entgegenzuwirken, ist das Bestreben einer jeden Behandlung. Besonders entscheidend ist die genaue Ursachenanalyse des Knorpeldefekts. Nur durch sie kann eine auf den Patienten exakt abgestimmte Behandlungsstrategie initiiert und die Ausweitung des Knorpelschadens eingedämmt werden.

Knorpeldefekten in Eigenregie aus dem Wege gehen

Eine wichtige Grundregel ist: Auch für Gelenke mit Knorpeldefekten ist regelmäßige Bewegung unabdingbar! Übermäßige Schonung und Ruhe sind in diesem Fall sogar kontraproduktiv. Dank einer regelmäßigen Bewegung in Form von Radfahren, Schwimmen oder Walken kann der Knorpel mit den Nährstoffen aus der Gelenkflüssigkeit versorgt werden, die er benötigt. So haben Gewichtsabnahme, weichere Schuhsohlen, aber mitunter auch adäquate Einlagen einen positiven Einfluss darauf, die alltäglichen Belastungen zu verringern. Auch Muskeltraining fördert Gelenkstabilität und Gelenkführung.

Die Behandlung mit Medikamenten

Obwohl Knorpelschäden nicht medikamentös geheilt werden können, gibt es eine Möglichkeit, durch eine Injektion von Hyaluronsäure in das Gelenk, die Ausweitung der Knorpeldefekte effektiv zu verringern. Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit und bewirkt ihre gelenkschmierende Eigenschaft. Einfacher ausgedrückt erfüllt Hyaluronsäure ähnlich wichtige Funktionen wie Motoröl in Verbrennungsmotoren. Wegen der Hyaluronsäure-bedingten Schutzschicht wird der Gelenkknorpel entlastet. Hierdurch wird ein übermäßiger Verschleiß verhindert. Darüber hinaus fördert synthetisch erzeugte Hyaluronsäure, die zur Verbesserung der Schmiereigenschaften in das Gelenk gespritzt wird, die Balance zwischen Neubildung und Abbau von Hyaluronsäure im Körper.

Operativer Eingriff

Sobald konventionelle Behandlungen nicht mehr greifen, muss ein operativer Eingriff in Erwägung gezogen werden. Mit der arthroskopischen Gelenkspülung und Knorpelglättung lassen sich gelöste Knorpelelemente aus dem Gelenk entfernen, um so die mechanische Funktion des Gelenks zu verbessern.

Ein weiteres Verfahren ist die Mikrofrakturierung, die alternativ angewandt werden kann. Bei tiefergehenden Knorpeldefekten wird vom Operateur mit einem Spezialinstrument eine Art Verletzung am freiliegenden Knochen und somit eine Blutung erzeugt. Die dadurch entstehende Einblutung sorgt dafür, dass sich im „verletzten“ Bereich eine Narbe bildet, die sich zu knorpeligen Ersatzgewebe umbildet und hierdurch den Knorpelschaden versiegelt. Liegen größere Knorpelschäden vor, kann mitunter eine Knorpelzelltransplantation aushelfen. Dieses moderne Verfahren sieht vor, dem Patienten Knorpelzellen zu entnehmen und in einem Labor anzuzüchten. Mit einem zweiten Eingriff werden die Knorpelzellen in den Schadbereich eingefügt, wodurch der Knorpeldefekt vollständig ausheilt. Dank einer Knorpeltransplantation können Patienten mit den hier beschriebenen Knorpeldefekten erfolgreich therapiert werden.

Insbesondere für Sportler ist es wichtig, dass durch adäquates Training, eingehaltene Regenerierung sowie gute Technik das Entstehen frühzeitiger Knorpeldefekte verhindert wird. Bei vorliegenden Knorpelschäden helfen nur individuelle Behandlungsherangehensweisen sowie eine genaue Anamnese, den Defekt zu beheben. Das Ziel ist, Sportlern nachhaltig Lebensqualität zu ermöglichen und das Entstehen einer schmerzhaften Arthrose zu verhindern.

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Kniegelenk – Meniskus, Knorpel, Kreuzband und Patella

Das Kniegelenk ist nicht nur das größte, es gilt zugleich als das komplexeste Gelenk des menschlichen Körpers. Kniescheibe (Patella), Meniskus sowie zahlreiche Muskeln, Bänder, Kapseln und Sehnen sind in einem ausgeklügelten System miteinander verbunden.

Das Kniegelenk – so einzigartig wie empfindlich

KniegelenkDas Kniegelenk ist nicht nur das größte, es gilt zugleich als das komplexeste Gelenk des menschlichen Körpers. Kniescheibe (Patella), Meniskus sowie zahlreiche Muskeln, Bänder, Kapseln und Sehnen sind in einem ausgeklügelten System miteinander verbunden. Nur wenn sämtliche Elemente reibungslos funktionieren, kann das Kniegelenk seine Aufgaben vollständig und störungsfrei erfüllen. Es ermöglicht das Beugen und Strecken unserer Beine und trägt bis zum Dreifachen unseres Körpergewichts. Bereits die geringste Abweichung kann zu Bewegungsstörungen führen und teilweise heftige Schmerzzustände nach sich ziehen.

Ein gesundes Knie für mehr Lebensqualität

Nie zuvor waren Senioren so gesund und aktiv wie heute. Gleichzeitig steigen auch die Ansprüche an die Jahre jenseits des Erwerbslebens. So steht heute nicht mehr ausschließlich die Lebensdauer, sondern vor allem die Lebensqualität im Vordergrund. Nicht nur junge Menschen bezeichnen sportliche Betätigung als ihre liebste Freizeitbeschäftigung und wünschen sich vor allem Gesundheit und Beweglichkeit bis ins hohe Alter. Ein gesundes Knie ist dafür eine unabdingbare Voraussetzung.

Wie kommt es zu Knieproblemen?

Sport ist gesund – doch führen gefährliche Sportarten sowie Überschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit, insbesondere nach einer längeren Ruhephase, regelmäßig zu schmerzhaften und langwierigen Verletzungen. Übergewicht und mangelnde Bewegung können krankhaften Knorpelschwund, einseitige Überlastung eine Schleimbeutelentzündung hervorrufen.

Schließlich fordert auch der Alltag mit seinen zahlreichen Belastungen seinen Tribut. Haushaltsunfälle, Fehlbelastungen, Verschleiß und vermeintlich harmlose Entzündungen beginnen nicht selten mit unklaren Beschwerden, um sich unbehandelt zu jahrelangen „Leidensgeschichten“ zu entwickeln.

Kann ich ernsthaften Beschwerden vorbeugen?

Besonders schmerzhafte oder länger als zwei bis drei Wochen andauernde Beschwerden gehören stets in die Hände eines erfahrenen Kniespezialisten. So ist eine frühzeitige Diagnosestellung insbesondere bei Gelenkproblemen von entscheidender Bedeutung. Sie vermeidet nicht nur kompliziertere Eingriffe, mithilfe der Kernspintomographie vermag ein erfahrener Orthopäde geschädigte Gelenkknorpel sogar bei noch beschwerdefreien Kniegelenken zu erkennen. Auch eine Arthroskopie, eine Gelenkspiegelung, ist in Zeiten der „Knopfloch-Chirurgie“ ein äußerst schonender Eingriff, der dem Arzt eine detaillierte Diagnosestellung erlaubt.

So sollte jeder, der auch nur sporadisch unter Knieproblemen leidet, diese Form der Früherkennung nutzen. Rechtzeitig angewandt verhindert sie manch größeren chirurgischen Eingriff mit anschließender Rehabilitation.

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