Hyaluron in der Anwendung

hyaluron einsatz

Hyaluronsäure mag zwar wie eine ätzende Flüssigkeit klingen, bewirkt aber das genaue Gegenteil: Hyaluronsäure unterstützt bereits angegriffenes Knorpelgewebe. Hyaluron wird biotechnologisch hyaluron-einsatzhergestellt und soll, basierend auf der körpereigenen Hyaluronsäure, die Gelenkschmiere verbessern. Dabei wirkt Hyaluron wie eine Art Puffer, der sich zwischen den Knochen befindet und als Stoßdämpfer fungiert. Aus diesem Grund kommt Hyaluron immer wieder bei Arthrose-Behandlungen zum Einsatz.

Die drei wesentlichen Effekte der Hyaluronsäure sind:

  • Hyaluron wirkt wie ein Stoßdämpfer
  • Hyaluron ist entzündungshemmend
  • Hyaluron stimuliert bestimmte Wachstumsprozesse in den menschlichen Knorpelzellen

Die Hyaluron Behandlung im Detail

Der Mediziner injiziert Hyaluron in den Gelenkspalt des Kniegelenks; dabei verwendet er eine sehr dünne Nadel. Im Regelfall werden drei bis fünf Injektion – in einem Abstand von mehreren Wochen – verabreicht. Die Alternative stellen Hyaluronprodukte dar, die nur einmal injiziert werden. Jene Präparate haben eine sehr hohe Molekulardichte; sie sind zähflüssiger und bewirken somit eine schnelle Verbesserung. Mitunter kann das hochmolekulare Hyaluronsäure aber Gelenksreizungen verursachen. Bei starken Beschwerden kann eine zusätzliche Behandlung mit Schmerztabletten erfolgen.

Liegt vor der eigentlichen Behandlung schon eine Schwellung vor, wird der Erguss mit der Spritze abgezogen und das Gelenk in weiterer Folge gekühlt. Je nach Entzündung und Schwellung, können – vor der eigentlichen Hyaluron-Behandlung – auch Kortisonpräparate gespritzt werden. Entscheidet sich der Mediziner zuerst für Kortison, folgt die Hyaluron-Spritze zwei bis drei Tage danach. Das Knie muss, bevor es mit Hyaluron versorgt wird, vorbereitet werden. Schwellungen und Ergüsse müssen daher im Vorfeld behandelt werden.

Die biotechnologisch hergestellte Hyaluronsäure gleicht dem Aufbau der körpereigenen Substanz. Der Körper erkennt dahingehend keinen Unterschied, ob es die eigenproduzierte oder im Labor geschaffene Hyaluronsäure ist, sodass keine Nebenwirkungen zu befürchten sind. Das Gelenk wird nach der Injektion warm, schmerzt und muss gekühlt werden. Nach wenigen Tagen verschwinden die Beschwerden; die Wirkung der Behandlung hält bis zu einem Jahr an. Danach muss der Patient die Behandlung wiederholen.

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Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Die gesetzliche Krankenkasse bezahlt die Behandlung nicht; Hyaluron-Injektionen zählen zu den individuellen Gesundheitsleistungen (IGEL). Es gibt aber Privatversicherungen, welche einen Teil der entstandenen Kosten übernehmen.

Wie teuer sind Hyaluron-Spritzen?

Je nach Arztpraxis, muss der Patient – für drei bis fünf Injektionen – zwischen 200 Euro bis 300 Euro bezahlen.

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