Hyaluronsäure als Mittel gegen Arthrose

Hyaluronsäuretherapie

HyaluronsäuretherapieHyaluronsäure als Mittel gegen Arthrose

Bei Gelenkverschleiß hat sich die Therapie mit Hyaluronsäure inzwischen fest etabliert. Grundlage dessen ist das Wissen über den prinzipiellen Aufbau unserer Gelenke. Damit diese sich auch unter Belastung nahezu reibungsfrei bewegen können, sind die Knochen im Bereich der Gelenke von einer mehrere Millimeter dicken Knorpelschicht überzogen. Jedes Gelenk ist darüber hinaus von einer Gelenkkapsel umschlossen, in der sich eine Gelenkflüssigkeit (Synovialflüssigkeit) befindet, deren Hauptbestandteil Hyaluronsäure ist.

Diese körpereigene Flüssigkeit hat viele bemerkenswerte Eigenschaften. Eine davon wird in der Chemie als „hydrophil“ bezeichnet. Damit ist die Fähigkeit gemeint, sehr viel Wasser anziehen und in die Molekularstruktur einbinden zu können. Auf diese Weise ist es unserem Körper möglich, die Viskosität der Flüssigkeit in der Gelenkkapsel den unterschiedlichen Belastungen dynamisch anzupassen. Knorpel, der einem Verschleiß ausgesetzt ist, kann durch die Hyaluronsäure, die den Knorpel ständig mit Nährstoffen versorgt, wieder repariert werden.

Gerade weil Hyaluronsäure ein körpereigener Stoff ist, weitet sich ihr Einsatzgebiet in der Medizin immer weiter aus. In den Facharztpraxen für Orthopädie ist Hyaluronsäure nicht mehr wegzudenken. Mit dem Ziel der Beschwerdefreiheit kommen viele Arthrose-Patienten regelmäßig dorthin, um ihr Depot an Hyaluronsäure bei Arthrose auffrischen zu lassen.

Arthrose und ihre Ursachen

Unter den Begriff „Arthrose“ fallen alle Abnutzungserscheinungen, die mit dem fortschreitenden Verschleiß von Gelenkknorpel einhergehen. Besonders betroffen sind hiervon die Knie, die Hüftgelenke und die Bandscheiben, aber auch die Schultergelenke geraten zunehmend in den Fokus der Arthrosebehandlung. Der Krankheitsverlauf ist bei unterschiedlichen Ursachen eher schleichend.

Typische Ursachen der Arthrose sind das Alter, Übergewicht, mangelnde Bewegung oder starke, oftmals einseitige Belastungen durch Fehlstellungen, die zum Beispiel angeboren sind oder durch eine Verletzung (Unfall) entstanden sein können. Nicht zuletzt spielt auch die Ernährung bei der Entstehung der Arthrose eine Rolle. Zu viel Fleisch, Salz, Alkohol, gesättigte Fettsäuren führen über Jahre zur Übersäuerung des Körpers, wodurch alle Entzündungsprozesse stark befördert werden.

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Hyaluronsäure als Therapiemittel in der Orthopädie

Wichtig ist eine möglichst frühe Erkennung einer Arthrose im Sinne der richtigen Diagnose. Im Zuge der Hyaluronsäure-Therapie wird die Gelenkflüssigkeit, die entweder fast fehlt oder chemisch verändert vorliegt, ergänzt beziehungsweise ersetzt. In einem eher frühen Arthrosestadium kann dadurch eine weitgehende Ausheilung erreicht werden. Ist der Knorpel bereits vollständig abgebaut, sodass die Knochenhäute extrem schmerzhaft aufeinander reiben, ist der Einsatz eines künstlichen Gelenks unumgänglich.

Der Orthopäde injiziert dabei den Wirkstoff unter sterilen Bedingungen in das Gelenk. Ganz wichtig für den Patienten ist die Kenntnis, dass die Flüssigkeit immer wieder an jede erdenkliche Stelle des Knorpels gelangen muss, um ihn ernähren zu können. Dies gelingt nur durch viel Bewegung, die aber möglichst keine Belastung für das Gelenk darstellen soll. Schwimmen ist deshalb eine besonders gute Ergänzung der Therapie. Fragen Sie Ihren Orthopäden auch nach optimalen Gymnastikübungen, die Sie jederzeit und regelmäßig selbst zu Hause durchführen können.

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