Chondroprotektiva

Als Chondroprotektiva werden Knorpelschutzmittel bezeichnet. Sie hemmen knorpelabbauende Substanzen. Unter Chondroprotektiva werden spezielle Knorpelschutzmittel verstanden.

Was sind Chondroprotektiva?

chondroprotektivaAls Chondroprotektiva werden Knorpelschutzmittel bezeichnet. Sie hemmen knorpelabbauende Substanzen. Unter Chondroprotektiva werden spezielle Knorpelschutzmittel verstanden. Nach Angaben ihrer Hersteller verfügen sie über die Fähigkeit, der Zerstörung des Knorpels entgegenzuwirken. Ihr therapeutischer Effekt basiert auf der Hemmung von knorpelabbauenden Stoffen. Außerdem sorgen sie für den erneuten Aufbau des Knorpels. Weiterhin sollen Chondroprotektiva entzündungshemmende Effekte aufweisen. So kam es klinischen Studien zufolge bei zahlreichen Patienten nach einer Behandlung mit den Knorpelschutzmitteln zu einer Besserung ihrer Schmerzen. Weitere positive Auswirkungen waren der Rückgang von Schwellungen sowie eine bessere Beweglichkeit der betroffenen Gelenke.

Beste Wirkung in den großen Gelenken

Am größten ist der positive Effekt der Chondroprotektiva ausgeprägt, wenn Hyaluronsäure unmittelbar in große Gelenke wie die Hüfte, das Knie oder das Sprunggelenk injiziert wird. Doch auch eine gezielte Therapie von kleineren Gelenken wie dem Wirbelsäulenfacettengelenk oder den Fingergelenken gilt als sinnvoll. Allerdings fällt die Wirkung von Patient zu Patient unterschiedlich aus. Die Besserung der Beschwerden kann nach einigen Monaten, aber auch erst nach einigen Jahren einsetzen. Eine bedeutende Rolle bei dem Wirkeffekt der Chondroprotektiva spielt das Stadium der Arthrose, die die Knorpelbeschwerden verursacht.

Zusammensetzung der Chondroprotektiva

Die wichtigsten Bestandteile der Chondroprotektiva sind Glucosamin und Hyaluronsäure. Bei Glucosamin handelt es sich um einen Aminozucker in hoher Konzentration. Das Glucosamin zählt zu den Grundbaustoffen für Knorpel, Knochenstrukturen, Bänder und Sehnen. Ebenso ist es für die Haut, das Bindegewebe sowie die Arterienwände von Bedeutung. Das Glucosamin lässt sich zum Instandsetzen und Wiederaufbauen von Knorpel innerhalb der Gelenke nutzen. Über die chondrale Ossifikation dient es ferner zur Bildung von Knochen. Als Hyaluronsäure fungiert Glucosamin zur Herstellung der „Gelenkschmiere“, bei der es sich um die Synovialflüssigkeit handelt. Die Hyaluronsäure stellt eine Spezialform des Glucosamins dar und ist unter anderem im Gewebe von Haut und Knochen, der Nabelschnur von Babys sowie im Glaskörper des Auges zu finden.

Wie werden Chondroprotektiva verabreicht?

Die Anwendung der Chondroprotektiva erfolgt in der Regel durch Spritzen, die der Arzt unmittelbar ins Knie injiziert. Die Behandlung findet meist drei bis acht Mal in der Woche statt. Ein positiver Effekt lässt sich aber nur bei einer direkten Injektion in das zu behandelnde Gelenk erzielen. Theoretisch ist eine Behandlung mit Hyaluronsäure an jedem Gelenk möglich. Vor allem Sprunggelenk und Knie eignen sich wegen ihrer anatomischen Strukturen besonders gut für eine Chondroprotektiva-Therapie per Injektion, weil sie leicht mit einer Spritze zu erreichen sind. Dagegen lässt sich die Hüfte ohne eine Ultraschall- oder Röntgenkontrolle nur schwierig behandeln, was sogar für erfahrene Mediziner gilt. Aus diesem Grund sollte stets begleitend eine Sonographie durchgeführt werden.

Fazit

Prinzipiell ist bei jedem Kniegelenk, das unter einer Arthrose leidet, eine positive Behandlung mit Chondroprotektiva möglich.

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