Unterschied: Arthrose und Arthritis

Was ist der Unterschied zwischen Arthrose und Arthritis? In beiden Fällen handelt es sich um Erkrankungen der Gelenke, die meistens früher oder später in Kopplung auftreten. Daher geht der Arzt beziehungsweise der Orthopäde bei Gelenkbeschwerden davon aus, dass beide Erkrankungen vorliegen könnten, denn auch die Symptome und schmerzhaften Beschwerden sind sehr ähnlich.

Was ist der Unterschied zwischen Arthrose und Arthritis?

In beiden Fällen handelt es sich um Erkrankungen der Gelenke, die meistens früher oder später in Kopplung auftreten. Daher geht der Arzt beziehungsweise der Orthopäde bei Gelenkbeschwerden davon aus, dass beide Erkrankungen vorliegen könnten, denn auch die Symptome und schmerzhaften Beschwerden sind sehr ähnlich. Unterschied Arthrose und Arthritis

Dennoch gibt es einen sehr wesentlichen ursächlichen Unterschied: Die Arthritis ist eine entzündliche Reaktion des Gelenks zum Beispiel auf einen Befall durch Pilze oder Bakterien, die ihren Nährboden wiederum auf der Grundlage einer schon jahrelang den Gelenkknorpel schädigenden Arthrose finden können.

Die Arthrose ist ein alters- und lebensbedingter Gelenkverschleiß, der auch die Knochen, die Muskeln und vor allem den Gelenkknorpel betrifft, aber zunächst noch nichts mit einem entzündlichen Prozess zu tun hat.

Die Anzeichen einer Arthritis

Entzündliche Reaktionen im Körper machen sich durch bis zu fünf spezifische Anzeichen einer Infektion bemerkbar, und eine Arthritis wartet zugleich auch mit allen fünf dieser Kriterien auf. Die betroffenen Gelenke schmerzen, sie sind sehr warm und gerötet, schwellen an und sind in ihrer Bewegungsfreiheit sehr stark eingeschränkt, wobei die Bewegung die Schmerzen zusätzlich arg intensiviert. Auch Kinder können von Arthritis betroffen sein, was sich typischerweise als ausgeprägte Lustlosigkeit beim Spielen äußert.

Die zum Teil lang anhaltende großflächige Entzündung im Körper wirkt sich bei vielen Betroffenen auch als allgemeines Krankheitsgefühl in Verbindung mit Energielosigkeit aus. Der behandelnde Arzt kann einen durch Arthritis verursachten Gelenkerguss meistens ertasten. Deutlich erhöhte Entzündungsparameter im Blut bestätigen dann die Diagnose. Die Sonografie gehört zu den sogenannten bildgebenden Verfahren. Mit ihrer Hilfe können bereits eingetretene Veränderungen am Gelenk sichtbar gemacht werden.

Die Ursachen einer Arthritis

Wie oben bereits erwähnt, spielen bei der endzündlichen Arthritis meistens Krankheitserreger wie Bakterien oder Pilze eine Rolle. Ursächlich verantwortlich dafür können ganz andere Erkrankungen sein, die mit Krankheitserregern in Verbindung stehen. Eine Verschleppung von Erregern wie Tuberkeln aus einem anderen Entzündungsherd heraus kann so ihr Ziel in einem Gelenk finden. Ein Gelenkerguss zeichnet sich durch eine lokale explosionsartige Vermehrung solcher Erreger aus. Wenn ein solcher Erguss aufplatzt, kann es sogar zu einer tödlichen Sepsis kommen.

Eine ganz andere Form der Arthritis entsteht im dritten Stadium der Syphilis, und eine andere Sonderform der Arthritis kann sich durch sogenannte Autoimmunerkrankungen ergeben. In diesem Fall können die Killerzellen im Blut, die zu unserem Abwehrsystem gehören, die eigenen Knorpelzellen nicht von fremden Eindringlingen unterscheiden. In diesen Fällen spricht man von einer rheumatischen Arthritis.

Die Anzeichen einer Arthrose

Auch in diesem Fall geht es nicht ohne Gelenkschmerzen ab, die ebenfalls durch Bewegung verstärkt werden. Dennoch fehlen weitgehend die typischen entzündlichen Begleiterscheinungen. Abgesehen von den zum Teil massiven Gelenkbeschwerden fühlt sich der Betroffene noch weitgehend gesund. Arthrosen entwickeln sich unbemerkt über einen langen Zeitraum, treten also nicht spontan auf, sondern kündigen sich oft über Jahre immer wieder zum Beispiel durch vorübergehende Schmerzen im Knie, in der Hüfte, in den Fußgelenken oder auch im Schultergelenk an.

Die Ursachen einer Arthrose

Hierbei ist in erster Linie die langfristige Gelenkabnutzung beispielsweise durch Überbeanspruchung zu nennen, das heißt, eine Arthrose kann auch ein Stück weit verhaltensbedingt selbst verschuldet sein. In den Statistiken werden vor allem diese Ursachen genannt:

  • Jahrelanges Übergewicht
  • Ambitioniertes Sportgebaren
  • alte (Sport)Verletzungen
  • Schädigung der Gelenksubstanz
  • Genetische Veranlagung
  • Angeborene Erkrankungen wie Hüftdysplasie
  • Knorpeldegeneration durch Medikamente

Während Kinder und Jugendliche kaum von Arthrose betroffen sind, beklagen sich sehr viele ältere Menschen aber auch Personen mittleren Lebensalters über diese Form der Einschränkung der Lebensqualität. Da hieran keine Krankheitskeime beteiligt sind, ist die Arthrose zwar nicht lebensbedrohlich, aber in fortgeschrittenem Zustand eine außerordentliche Belastung für die Betroffenen und irgendwann nur noch operativ behandelbar. Eine Arthrose kann auch ursächlich an der Entstehung einer Arthritis beteiligt sein, da die Reibung der Knochen aneinander bei fast vollständig fehlendem Knorpelgewebe Immunreaktionen einschließlich entzündlicher Prozesse auslösen kann.

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