Wasser im Knie

Wasser im Knie hört sich im ersten Moment wie eine Lapalie an, doch hinter dem Symptom verbirgt sich eine ernstzunehmende Entzündung.

Wasser im KnieWasser im Knie

Wasser im Knie hört sich im ersten Moment wie eine Lapalie an, doch hinter dem Symptom verbirgt sich eine ernstzunehmende Entzündung. Nur mit der richtigen Behandlung ist es möglich diese zu lindern und so auch den Schmerzen den Garaus zu machen.

In jedem Gelenk befindet sich Flüssigkeit, diese wird als Schmiermittel für die reibungslose Funktion der Gelenke benötigt. Entsteht ein Überschuss an Gewebsflüssigkeit, muss der Betroffene seinen Arzt aufsuchen. Der sogenannte Kniegelenkserguss entsteht nicht grundlos, er ist nur ein Symptom für eine vorhandene Erkrankung.

Eine übermäßige Ansammlung von Gelenksflüssigkeit hat ihren Ursprung meist in einer mechanischen Überreizung des Gelenks. Ein Schaden am Meniskus kann ebenso dafür verantwortlich sein wie eine Bakerzyste oder Arthrose in den Kniegelenken. Bei all diesen Erkrankungen kommt es fast immer zu einer Gewebeentzündung. Infolgedessen lagert sich Gewebewasser ein und der Schleimbeutel des Gelenks wird gereizt.

Schwillt das Knie an, kann eine Kühlkompresse oder ein feuchtes, kühles Handtuch zunächst Linderung bewirken. Doch selbst wenn der Schmerz verschwindet, sind diese Hausmittel keine Heilmittel. Nur der Gang zum Arzt kann die Schmerzen der betroffenen Personen dauerhaft lindern.

Schaden am Meniskus

Im Kniegelenk befinden sich mehrere Knorpelscheiben, die als Menisken bezeichnet werden. Ihre Aufgabe ist die Stoßabfederung und der Erhalt der Gleitfähigkeit des einzelnen Gelenks. Ist der Meniskus geschädigt, kommt es zu einer Ausfransung und es entstehen Risse. Häufig ist eine sogenannte Dreh-Sturzverletzung die Ursache für einen Meniskusschaden, jedoch können auch das Alter oder eine permanente Fehlbelastung der Grund sein. Da das Gewebe permanent überreizt wird, kommt es zu einer Ansammlung von Flüssigkeit. Der Druck in der Gelenkkapsel nimmt zu und es entstehen Schmerzen, die im Verlauf immer unangenehmer werden.

Ein Schaden am Meniskus muss nicht immer sofort operiert werden. Sind nur kleinere Risse vorhanden, kann eine konservative Therapie Linderung bringen. Das Knie muss im Zuge dieser Behandlung geschont werden, parallel hierzu werden Schmerzmittel und Physiotherapie verordnet.

Kommt es zur Operation, werden die Risse am Meniskus genäht und die Knorpelscheiben werden bestmöglich rekonstruiert.

Die Bakerzyste

Eine Bakerzyste, die auch als Poplitealzyste bezeichnet wird, entsteht durch eine Überbelastung des Kniegelenks. Es bildet sich eine Schleimhauthöhle im Innenbereich der Kniekehle. Im Inneren der Zyste befindet sich eine gallertartige Flüssigkeit, die Druck auf das umliegende Gewebe ausübt. Daraus resultiert wiederum eine Ansammlung von Flüssigkeit im Kniegelenk. Ein oft auftretender Nebeneffekt der Bakerzyste ist ein Taubheitsgefühl im Unterschenkel.

Eine Operation ist nicht bei jeder Bakerzyste das Mittel der Wahl. Je nach Größe können auch konservative Heilmethoden angewandt werden. Der Arzt behandelt mit entzündungshemmenden Medikamenten, allerdings dürfen das Nervensystem und die Durchblutung noch nicht in Mitleidenschaft gezogen worden sein.

Die Kniegelenksarthrose

Ein gewisses Maß an Verschleiß im Bereich der Gelenke ist völlig normal. Bei übermäßigen Verschleißerscheinungen kommt es jedoch zu Entzündungen im Knie. Um den Schaden auszugleichen, produziert der Körper Gewebeflüssigkeit. Derzeit gibt es keine grundlegende Behandlung bei Kniegelenksarthrose, die Therapie erfolgt in der Regel symptomatisch. Häufig werden Injektionen mit entzündungshemmenden Medikamenten direkt ins Knie gespritzt. Viele Patienten profitieren zudem von Bewegungsanwendungen. Wenn keine konservative Therapie zum gewünschten Erfolg führt, kann eine Operation in Erwägung gezogen werden. Hier gibt es Möglichkeiten, die von einer Glättung des Knorpels, bis zu einem kompletten Kniegelenksersatz reichen.

Ein medizinischer Grundsatz lautet: Flüssigkeit im Knie kann sich nur dann zurückbilden, wenn die Ursache behandelt wird. Eine abklingende Entzündung sorgt auch für eine Rückbildung des Wassers.

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Kniegelenk – Meniskus, Knorpel, Kreuzband und Patella

Das Kniegelenk ist nicht nur das größte, es gilt zugleich als das komplexeste Gelenk des menschlichen Körpers. Kniescheibe (Patella), Meniskus sowie zahlreiche Muskeln, Bänder, Kapseln und Sehnen sind in einem ausgeklügelten System miteinander verbunden.

Das Kniegelenk – so einzigartig wie empfindlich

KniegelenkDas Kniegelenk ist nicht nur das größte, es gilt zugleich als das komplexeste Gelenk des menschlichen Körpers. Kniescheibe (Patella), Meniskus sowie zahlreiche Muskeln, Bänder, Kapseln und Sehnen sind in einem ausgeklügelten System miteinander verbunden. Nur wenn sämtliche Elemente reibungslos funktionieren, kann das Kniegelenk seine Aufgaben vollständig und störungsfrei erfüllen. Es ermöglicht das Beugen und Strecken unserer Beine und trägt bis zum Dreifachen unseres Körpergewichts. Bereits die geringste Abweichung kann zu Bewegungsstörungen führen und teilweise heftige Schmerzzustände nach sich ziehen.

Ein gesundes Knie für mehr Lebensqualität

Nie zuvor waren Senioren so gesund und aktiv wie heute. Gleichzeitig steigen auch die Ansprüche an die Jahre jenseits des Erwerbslebens. So steht heute nicht mehr ausschließlich die Lebensdauer, sondern vor allem die Lebensqualität im Vordergrund. Nicht nur junge Menschen bezeichnen sportliche Betätigung als ihre liebste Freizeitbeschäftigung und wünschen sich vor allem Gesundheit und Beweglichkeit bis ins hohe Alter. Ein gesundes Knie ist dafür eine unabdingbare Voraussetzung.

Wie kommt es zu Knieproblemen?

Sport ist gesund – doch führen gefährliche Sportarten sowie Überschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit, insbesondere nach einer längeren Ruhephase, regelmäßig zu schmerzhaften und langwierigen Verletzungen. Übergewicht und mangelnde Bewegung können krankhaften Knorpelschwund, einseitige Überlastung eine Schleimbeutelentzündung hervorrufen.

Schließlich fordert auch der Alltag mit seinen zahlreichen Belastungen seinen Tribut. Haushaltsunfälle, Fehlbelastungen, Verschleiß und vermeintlich harmlose Entzündungen beginnen nicht selten mit unklaren Beschwerden, um sich unbehandelt zu jahrelangen „Leidensgeschichten“ zu entwickeln.

Kann ich ernsthaften Beschwerden vorbeugen?

Besonders schmerzhafte oder länger als zwei bis drei Wochen andauernde Beschwerden gehören stets in die Hände eines erfahrenen Kniespezialisten. So ist eine frühzeitige Diagnosestellung insbesondere bei Gelenkproblemen von entscheidender Bedeutung. Sie vermeidet nicht nur kompliziertere Eingriffe, mithilfe der Kernspintomographie vermag ein erfahrener Orthopäde geschädigte Gelenkknorpel sogar bei noch beschwerdefreien Kniegelenken zu erkennen. Auch eine Arthroskopie, eine Gelenkspiegelung, ist in Zeiten der „Knopfloch-Chirurgie“ ein äußerst schonender Eingriff, der dem Arzt eine detaillierte Diagnosestellung erlaubt.

So sollte jeder, der auch nur sporadisch unter Knieproblemen leidet, diese Form der Früherkennung nutzen. Rechtzeitig angewandt verhindert sie manch größeren chirurgischen Eingriff mit anschließender Rehabilitation.

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