Arthrose: Untersuchungen und Diagnose

Besteht der Verdacht einer Arthrose, sollte sich der Betroffene in die Hände eines Facharztes für Orthopädie begeben. In fast allen Fällen stellen Orthopäden den richtigen Ansprechpartner dar, wenn beim Menschen Gelenksbeschwerden aufgetreten sind.

Arthrose: Untersuchungen und DiagnoseGelenkverschleiß im Knie

Besteht der Verdacht einer Arthrose, sollte sich der Betroffene in die Hände eines Facharztes für Orthopädie begeben. In fast allen Fällen stellen Orthopäden den richtigen Ansprechpartner dar, wenn beim Menschen Gelenkbeschwerden aufgetreten sind. Klagt der Betroffene jedoch über Beschwerden, die er im Kiefergelenk lokalisieren konnte, sind Kieferorthopäden oder Zahnärzte zu empfehlen.

Zu Beginn wird die Krankengeschichte besprochen; bei der Anamnese möchte der Arzt – im Rahmen eines sehr ausführlichen Gesprächs – Informationen über seinen Patienten einholen. Dabei stellen folgende Fragen keine Seltenheit dar:

„Ist das Gelenk – etwa durch eine Erkrankung oder Trauma – vorbelastet?“
„Beginnen die Schmerzen zu Beginn der Bewegung oder treten sie erst nach einer längeren Belastung auf?“
„Kommt es zu einer Verbesserung oder Verschlechterung der Schmerzen, wenn Sie aktiv oder in Ruhe sind?“
„Gibt es Situationen, in denen die Schmerzen stärker werden?“

Die körperliche Untersuchung

Nach der Anamnese kommt es zur körperlichen Untersuchung. Dabei beurteilt der Arzt die Gelenkstellung und achtet auch auf etwaige Beeinträchtigungen der Gelenksfunktionen. Der Arzt gibt dem Mediziner Anweisungen, wie er seine Gelenke bewegen soll; berichtet der Patient etwa über Schmerzen in der Wirbelsäule oder in den Beinen, wird der Patient vor dem Arzt ein paar Schritte gehen müssen. So kann der Arzt beurteilen, ob der Bewegungsablauf auffällig ist oder nicht.

Des Weiteren versucht der Mediziner die betroffenen Gelenke selbst zu bewegen, wobei er auf den Bewegungsumfang achtet. Zudem werden verschiedene Druckpunkte getestet; jene befinden sich meistens über dem Gelenkspalt, am Ansatz von Bändern und Sehnen und an der Muskulatur. Besteht bereits ein ausgeprägtes Krankheitsbild, können bereits Geräusche – wie etwa ein grobes Knirschen oder sanftes Reiben – wahrgenommen werden (Krepitation).

Bildgebende Verfahren

Schon zu Beginn der Krankheit ist es möglich, die Arthrose in den Röntgenaufnahmen zu erkennen. Der Mediziner erkennt auf den Aufnahmen, dass der Gelenkspalt schmäler geworden ist. Liegt eine verdichtete Knochenstruktur, die sich unter dem Gelenkknorpel befindet, vor, zeichnet sich diese auf dem Röntgenbild dadurch ab, dass sie weißer ist. Auch knöcherne Anbauten können heller als die dargestellten Knochen sein. Bestehen dunkle Hohlräume, handelt es sich um Geröllzysten. Auch Fehlstellungen und veränderte Knochenstrukturen können auf dem Röntgenbild erkannt werden.

Jedoch sind sichtbare Veränderungen kein Garant, ob und inwiefern der Patient unter den Beschwerden leidet. So gibt es auch immer wieder gravierende Zeichen, wobei die Patienten keine Beschwerden oder Schmerzen haben. Zu beachten ist, dass Frühstadien der Arthrose jedoch im Röntgenbild auch gerne übersehen werden. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Ärzte für weitere bildgebende Verfahren und lassen eine Magnetresonanztomografie (MRT) oder Computertomografie (CT) durchführen.

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Fußarthrose – Hallux rigidus

Der Fuß besteht aus zahlreichen Gelenken. Das Fußgelenk setzt sich aus mehreren Teilgelenken zusammen. Das untere sowie das obere Sprunggelenk stellen dabei die größten Teilgelenke dar; jene Gelenke zählen des Weiteren zu den am häufigsten und stärksten beanspruchten Gelenken im gesamten menschlichen Körper.

Die Fußarthrose (Hallux rigidus)

fussarthroseDer Fuß besteht aus zahlreichen Gelenken. Das Fußgelenk setzt sich aus mehreren Teilgelenken zusammen. Das untere sowie das obere Sprunggelenk stellen dabei die größten Teilgelenke dar; jene Gelenke zählen des Weiteren zu den am häufigsten und stärksten beanspruchten Gelenken im gesamten menschlichen Körper. Des Weiteren setzt sich der Fuß aus den Mittelfußgelenken sowie der Fußwurzel zusammen. Jene sind aber – auf Grund der starken Bänder – kaum beweglich. Die Gelenkverbindung, die zwischen dem Würfelbein und dem Fersenbein besteht, nennt der Mediziner Amphiarthrose. Auch diese lässt fast keine Bewegung zu. Das gilt auch für die Mittelfuß-Fußwurzel-Gelenke sowie die Zwischenmittelfußgelenke. Der Fuß wird durch die Zehengelenke, die im weiteren Verlauf aus Grundgelenken sowie Mittelgelenken bestehen, vervollständigt. Alle Grundgelenke stellen Kugelgelenke dar; die Mittel- und Endgelenke sind jedoch sogenannte Scharniergelenke. Auch hier besteht nur ein sehr geringer Bewegungsspielraum, da hier ebenfalls starke Bänder für eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit sorgen.

Der Fußwurzelkollaps als größte Gefahr

Natürlich können alle Fußgelenke auch von Entzündungen betroffen sein. Mitunter besteht auch die Gefahr von etwaigen posttraumatischen Achsfehlstellungen. Derartige Erscheinungen treten vorwiegend nach Überlastungen auf und begünstigen die Bildung einer Arthrose. Vor allem das Sprunggelenk des Großzehengrundgelenks (sogenannter Hallux rigidus) ist gerne von der Arthrose betroffen. Vor allem Fehlstellungen, die im Rahmen von Verletzungen aufgetreten sind oder Verschleißerscheinungen sind klassische Gründe, weshalb sich im Laufe der Zeit eine Arthrose bildet. Der Faserknorpel wird im Rahmen der Arthroseerkrankung abgenutzt, sodass der Patient über Schmerzen klagt. Neben Schmerzen und einer Entzündung, können auch Traumata – in Verbindung mit einer Fehlstellung – wie auch Übergewicht oder Entzündungen eine degenerative Arthroseerkrankung auslösen. Mitunter sind auch Stoffwechselerkrankungen sowie neurologische Erkrankungen möglich. Hat sich der Knorpel zur Gänze abgenutzt, beginnt das Gelenk Schäden davonzutragen. Somit wird der Abbau der Fußmuskeln einerseits begünstigt, andererseits treten weitere Fehlstellungen auf.
Zu Beginn der Arthrose berichten Patienten, die unter einem Hallux rigidus leiden, über Schmerzen, die vorwiegend bei Belastung sowie Druck auftreten. Nach Ruhephasen verschwindet der Schmerz von alleine. Dieser kann aber mitunter in den gesamten Fuß ausstrahlen; die Rückbildung des Schmerzes kann mitunter länger dauern. Zu Beginn der Erkrankung liegt noch keine Bewegungseinschränkung vor; mit der Zeit ist es möglich, dass die Großzehe in ihrer Bewegung beeinträchtigt wird. Im Rahmen des Krankheitsverlaufs ist auch eine komplette „Einsteifung“ möglich des Gelenks möglich.

Die Fußarthrose bleibt oftmals lange Zeit unerkannt

Die Fußarthrose bleibt oftmals lange Zeit unerkannt. Vor allem im Frühstadium gibt es keine Symptome oder Anzeichen, die dem Betroffenen darauf hinweisen, unter einer Arthrose zu leiden. Der Mediziner stellt die Diagnose daher oftmals durch Zufall oder bereits in einem fortgeschrittenen Zustand, sodass der Patient auf Grund von Beschwerden einen ärztlichen Rat einholt. Vorwiegend wird auf Grund eines ausgeübten Drucks ein Schmerz verursacht; liegt bereits ein Belastungsschmerz vor, kann der Mediziner das Gangbild des Patienten kontrollieren. Im weiteren Krankheitsverlauf sind veränderte Gelenkkonturen sichtbar; diese lassen sich bereits mit dem bloßen Auge erkennen. Des Weiteren können eine Instabilität des Gelenks, eine Erwärmung des Gelenks oder auch ein unsicherer Gang auf eine Fußgelenksarthrose hinweisen. Ein Röntgenbild schafft Abhilfe; auf diesem ist ein deutlich verschmälerter Gelenkzwischenraum zu erkennen, der die Verdachtsdiagnose der Fußarthrose bestätigt. Das Röntgenbild kann mitunter aber auch eine Sklerose oder Osteophyten zeigen, die ebenfalls ähnliche Beschwerden auslösen können. Liegt die Fußarthrose noch im anfänglichen Stadium, können entlastende Maßnahmen für eine deutliche Verbesserung der Situation beitragen. Bei Akutphasen werden Injektionen verabreicht, welche die Schmerzen lindern sollen. Mitunter kann der Patient auch mittels Strombehandlungen oder Kältetherapien behandelt werden. Liegt bereits eine zu starke Abnutzung des Gelenks vor, rät der Mediziner zu einer Operation und in weiterer Folge zu einem Gelenksersatz.

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Halswirbelsäulenarthrose – Unkarthrose

Unter der Halswirbelsäule sind alle rückseitigen Wirbel, die sich zwischen Kopf und Brustwirbelsäule befinden, zu verstehen. Wie bei allen anderen Säugetieren besteht sie aus sieben Wirbeln. Sie ist der beweglichste und zugleich auch der empfindlichste Teil der Wirbelsäule.

Halswirbelsäulenarthrose – Unkarthrosehalswirbelsäulenarthrose

Unter der Halswirbelsäule sind alle rückseitigen Wirbel, die sich zwischen Kopf und Brustwirbelsäule befinden, zu verstehen. Wie bei allen anderen Säugetieren besteht sie aus sieben Wirbeln. Sie ist der beweglichste und zugleich auch der empfindlichste Teil der Wirbelsäule.

Der erste Halswirbel unter dem Schädel wird als Atlas bezeichnet. Den siebenten Wirbel nennen Mediziner auch Vertebra prominens. Er ist mit einem weit herausstehenden Dornfortsatz versehen. Die Bandscheiben sind für die Halswirbelsäule sogenannte Zwischenwirbelscheiben.

Im Bereich des Kopfes besteht eine Verbindung zwischen oberem Kopfgelenk und Atlas sowie zwischen den Gelenkflächen des Hinterhauptbeins. Das untere Kopfgelenk besteht aus dem zweiten Wirbel, dem Axis.

Dieser ist speziell dafür zuständig, dass wir den Hals nach links und rechts drehen können. An den Gelenkflächen steht der Axis in direktem Kontakt mit den Gelenkpfannen vom Atlas. Diese Gelenke sorgen dafür, dass sich der Hals strecken und der Kopf drehen und neigen lässt. Das untere und das obere Kopfgelenk bilden eine sehr bewegliche Gesamtheit. Zur Vermeidung von Schäden am Rückenmark halten sogenannte Bänder das Ganze stabil.

Zwischen den einzelnen Wirbelkörpern der Halswirbelsäule befinden sich die Uncovertebralgelenke. Diese Halbgelenke sind auf den Raum zwischen dem Processus uncinatus, der Deckplatte und der Abschlussplatte daneben liegender Wirbelkörper lokalisierbar. Die Halbgelenke unterscheiden sich von den im Bereich des Nackens liegenden echten Gelenken, die Gelenksflächen und Gelenkspalten haben.

Die Arthrose der Halswirbelsäule ist keine klassische Arthrose. Die Halswirbelsäule kann durch verschiedene Krankheiten oder Verletzungen geschädigt sein. Als Folge von Verkehrsunfällen tritt relativ häufig das sogenannte Schleudertrauma auf. Weil der Bereich im Nacken sehr empfindlich ist, kommt es auf häufig zu Entzündungen. Betroffene, deren Halswirbelsäule entzündet ist und die unter einem Schleudertrauma leiden, können die Halswirbelsäule entlasten. Dadurch wird jedoch die gesamte Wirbelsäule ander belastet, was dazu führt, dass sich Krankheitserscheinungen zeigen, die der Arthrose ähneln.

Echte Arthroseerscheinungen, die Diarthrosen bauen den Knorpel an den Flächen der Gelenke ab. Möglich sind auch Arthrosen der Halbgelenke. Diese Art der Arthrose bezeichnen die Mediziner als Unkarthrose. Auch die Unkarthrose entsteht durch Überbelastung der Gelenke und daraus resultierendem starkem Verschleiß, der am Ende zu dauerhaften Schäden an den Gelenken führen kann.

Während die degenerative Arthrose in der Regel immer weiter fortschreitet, kommt es bei einer Unkarthrose gleich zu Beginn zu einem Umbau der Knochenverhältnisse. Die Arthrose der Halbgelenke am Halswirbel ist deswegen auch keine klassische Arthrose. Es handelt sich um eine Sonderform der Arthrose. Sie führt im späten Stadium zu einer Einengung des Foramen intervertebrale, die für die Betroffenen sehr schmerzhaft ist.

Zu den häufig auftretenden Symptomen der Unkarthrose gehören Nackenschmerzen, die regelrecht einschießen. Die Betroffenen haben einen stark verspannten Nacken, in den in unregelmäßigen Abständen Schmerzen einschießen. In der Folge kann es zu einer Reizung und Schädigung der Nervenwurzeln kommen. Bei den auftretenden Schmerzen im Nacken handelt es sich meistens um Schmerzen, die in Abhängigkeit von der Bewegung stehen. Patienten mit einer Unkarthrose sind meistens älter, sodass sie die Schmerzen und die Bewegungseinschränkung als Alterserscheinung abtun.

Deswegen spielt das Alter des Betroffenen für die Anamnese bei Vorliegen der dargestellten Schmerzen eine wichtige Rolle. Das Krankheitsbild wird auch häufig mit einem Bandscheibenvorfall verwechselt, weil sich die Symptome, die Betroffene beschreiben, ähneln. Ist die Unkarthrose bereits im fortgeschrittenen Stadium, kann es zu neurologischen Ausfällen beim Patienten kommen, die dann auch den Unterschied zum Bandscheibenvorfall anzeigen.

Ist die Uncovertebralarthrose sehr weit fortgeschritten, kann eine dekomprimierende Operation Abhilfe schaffen. Aufgrund der Anamnese vermutet der Arzt eine Arthrose der Halswirbelsäule, die sich durch MRT und CT bestätigen lässt. Sicher lässt sich die Diagnose stellen, wenn sich bereits eine Radikulopathie diagnostizieren lässt. Therapiert wird die Halswirbelsäulenarthrose über Medikamente wie nichtsteroidale Antirheumatika und über physikalische Anwendungen im Rahmen einer Physiotherapie. Möglich sind auch semiinvasive Injektionen, die durch eine Blockade der Nervenwurzeln zur Schmerzlinderung beitragen und somit helfen, Fehlhaltungen und daraus resultierende weitere Erkrankungen zu vermeiden.

Befindet sich die Unkarthrose im fortgeschrittenen Stadium mit neurologischen Ausfällen, wird sich der Orthopäde für eine Operation entscheiden und darüber hinaus eine Physiotherapie verordnen.

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Bandscheibenarthrose – Intervertebralarthrose

Unter dem Begriff „Bandscheiben“ werden in der Medizin die 23 sich je zwischen zwei Wirbeln befindlichen flexiblen Faserknorpelverbindungen verstanden. Auch die Beschreibung „knorpelige Knochenverbindung“ sowie Symphysen sind üblich. Zwar übernehmen die Bandscheiben eine gelenkartige Funktion, gelten aber nicht als solche.

Die Intervertebralarthrose, auch Bandscheibenarthrose genannt.Bandscheibenarthrose

Unter dem Begriff „Bandscheiben“ werden in der Medizin die 23 sich je zwischen zwei Wirbeln befindlichen flexiblen Faserknorpelverbindungen verstanden. Auch die Beschreibung „knorpelige Knochenverbindung“ sowie Symphysen sind üblich. Zwar übernehmen die Bandscheiben eine gelenkartige Funktion, gelten aber nicht als solche. Diese 23 Bandscheiben bestehen aus einem Gallertkern, dessen Substanz einen hohen Gehalt an Wasser aufweist und einem Faserring, der aus kollagenen Bindegewebsfasern besteht und in Faserknorpel übergeht. Tritt aus dem Gallertkern Wasser aus, wird dies als Bandscheibenvorfall bezeichnet. Eine Bandscheibenarthrose, auch Intervertebralarthrose genannt, tritt auf, wenn es beispielsweise zu Bandscheibenüberlastungen aufgrund von Fehlhaltung kommt.

Bandscheibenarthrose wird durch das Einklemmen von Nerven begünstigt

Zu den am häufigsten diagnostizierten Erkrankungen der Wirbelsäule zählt das Einklemmen von Nerven, wodurch ein starker Schmerz ausgelöst wird. Die daraufhin eingenommene Schonhaltung kann dazu führen, dass sich eine Veränderung der Druckbelastung, die auf den kompletten Wirbelsäulenbereich einwirkt, einstellt. So können Bandscheibenüberlastungen nicht selten auf diese Veränderung zurückgeführt werden. Es wird zwar davon ausgegangen, dass genetische Faktoren eine nicht unwesentliche Rolle bei der Entwicklung von Bandscheibenarthrose spielten, jedoch ist unumstritten, dass der übermäßige und unnatürliche Bandscheibenverschleiß diese Voraussetzungen zusätzlich begünstigt. Aus diesem Grunde wird der Verschleiß der Bandscheibe im Bezug auf die degenerative Bandscheibenerkrankung als ebenfalls ursächlich eingestuft.

Anzeichen und Symptome: ähnlich eines Bandscheibenvorfalls

Die Bandscheiben betreffende Arthrose wird nicht als klassische Arthrose bezeichnet, da es sich bei den Bandscheiben nicht um „echte“ Gelenke handelt. Typische Symptome sind beispielsweise enorme Schmerzen im Wirbelsäulenbereich. Diese sind insbesondere zu Beginn der Erkrankung häufig auf Haltungs- oder Belastungsfehler zurückzuführen. In einem späteren Stadium der Erkrankung ist es möglich, dass betroffene Bereiche Versteifungen aufweisen. Die Bandscheibenarthrose bleibt in frühen Stadien häufig unerkannt, da die ersten Symptome denen einer Ischiaserkrankung sowie eines Bandscheibenvorfalls stark ähneln. Zudem nehmen diese ersten Anzeichen meist nach kurzer Zeit wieder ab, was ebenfalls auf Bandscheibenvorfälle oder Ischiasprobleme hinweist. Während diese Arthrose demnach zu Beginn nur selten als solche erkannt wird, tritt im weiteren Krankheitsverlauf ein stetiger Schmerz auf, der die genaue Diagnose ermöglicht.

Begrenzte Therapiemöglichkeiten der Bandscheibenarthrose

Zur genauen Erkennung der Bandscheibenarthrose ist eine Differenzialdiagnose zielführend. Im Zusammenspiel mit bildgebenden Untersuchungen kann der erfahrene Arzt die Bandscheibenarthrose relativ eindeutig diagnostizieren. Bei zweifelsfrei diagnostizierter Bandscheibenarthrose wird in akuten Phasen in aller Regel zunächst mit Injektionen oder Medikamenten zur Schmerzlinderung behandelt. Die Korrektur der Problematik anhand von operativen Eingriffen ist nicht typisch für diese Erkrankung. Die Möglichkeiten zur effizienten Therapie der Bandscheibenarthrose sind begrenzt. Daher konzentriert sich der behandelnde Arzt in aller Regel auf die Verminderung des Schmerzes sowie die Verlangsamung des Erkrankungsverlaufs. Um dies zu erreichen, sind bewegungstherapeutische Maßnahmen und Therapien, die auch Elemente des Krafttrainings beinhalten, um den Muskelaufbau zu unterstützen, die erste Wahl. Durch diese speziellen Therapien und das gezielte Training ist es möglich, die Wirbelsäule zusätzlich und auf natürlichem Wege zu stabilisieren.

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Kreuzbein-Darmbein-Gelenksarthrose

Die Wirbelsäule ist an zentralen Gelenken wie dem Kreuzbein-Darmbein-Gelenk (Ileosakralgelenk) großen Belastungen ausgesetzt. Deshalb ist sie an diesen Stellen anfälliger für Gelenkverschleiß. Die Kreuzbein-Darmbein-Gelenksarthrose oder Iliosakralgelenksarthrose beschreibt eine degenerative Verschleißerscheinung des Kreuzbein-Darmbein-Gelenks.

Kreuzbein-Darmbein-Gelenksarthrose

Die Wirbelsäule ist an zentralen Gelenken wie dem Kreuzbein-Darmbein-Gelenk (Ileosakralgelenk) großen Belastungen ausgesetzt. Deshalb ist sie an diesen Stellen anfälliger für Gelenkverschleiß.

DefinitionKreuzbein-Darmbein-Gelenksarthrose

Die Kreuzbein-Darmbein-Gelenksarthrose oder Iliosakralgelenksarthrose beschreibt eine degenerative Verschleißerscheinung des Kreuzbein-Darmbein-Gelenks. Über die Gelenke des Ileosakralgelenks auf beiden Seiten des Beckens sind das Kreuzbein und Darmbein miteinander verbunden. Das Ileosakralgelenk ist relativ steif und unbeweglich und sitzt in einer engen Gelenkhöhle.

Die in der Gelenkspalte aufeinandertreffenden Gelenkflächen sind von einem schützenden Faserknorpel umgeben, damit der Gelenkspalt zusammen mit den Bändern um das Gelenk reibungslos übermäßige Druckbelastungen ausgleichen kann und das Iliosakralgelenk bei allen Bewegungen im Gleichgewicht bleibt. Durch das Körpergewicht und vielfältige Bewegungsabläufe wird es beansprucht und abgenutzt und die schützende Knorpelverbindung immer dünner, bis schließlich die Gelenke aneinanderreiben. Die dadurch verursachten Beschwerden begünstigen Fehlhaltungen und fördern die Versteifung des betroffenen Gelenks.

Ursachen

Eine Kreuzbein-Darmbein-Gelenksarthrose tritt meistens durch altersbedingte Fehlstellungen des Beckens durch Gelenkverschleiß auf. Das Gelenk ist im Laufe des Lebens allerlei Belastungen ausgesetzt und aufgrund der anatomischen Position anfällig für Verrenkungen, z. B. durch Stürze oder ruckartige Bewegungen. Dadurch nutzen sich die Knorpelflächen, die das Gelenk schützen, mit der Zeit ab und die Gelenkflächen reiben aufeinander, was zu Schmerzen und degenerativen Knochenveränderungen führt. Der Wirbelsäule versucht, Fehlhaltungen durch eine Gelenkkrümmung auszugleichen, die aber eine Skoliose der Wirbelsäule fördert.

Neben altersbedingten Verschleißerscheinungen können auch frühere Verletzungen, Verdrehungen und Entzündungen des Ileosakralgelenkes für die Entstehung einer Arthrose verantwortlich sein. Auch die entzündliche rheumatische Erkrankung Morbus Bechterew verursacht Beschwerden in diesem Gelenk.

Symptome und Verlauf

Das häufigste Symptom einer Kreuzbein-Darmbein-Gelenksarthrose sind Hüft- und Rückenschmerzen. Anfangs treten sie meistens nur unter Belastung auf, z. B. beim Laufen oder Stehen. Beschwerden des Ileosakralgelenkes ähneln häufig Ischiasbeschwerden und können mit diesen verwechselt werden. In beiden Fällen spüren Betroffene einen stechenden Schmerz, der in die Beine ausstrahlt und zu Hautempfindungsstörungen führen kann.

Wenn sich Gelenke durch Abnutzung verschoben haben, versucht die Wirbelsäule die Krümmung mit einer Gegenkrümmung auszugleichen. Dadurch können sich die Wirbel zur Seite drücken und sich verdrehen. Bei anhaltender Verkrümmung versteifen die Gelenkbereiche. Diese Skoliose hat Auswirkung auf die ganze Wirbelsäulenstatik bis hin zu Kopf- und Kiefergelenken. Sie kann zu scheinbaren Beinverkürzungen führen, die ihre Ursache aber in einem Beckenschiefstand haben.

Im Gegensatz zur Iliosakralgelenksarthrose und Ischiasbeschwerden treten bei Morbus Bechterew die Beschwerden eher in Ruhephasen auf und verschlimmern sich nachts eher. Morgens fühlen sich die Gelenke dann steif an und die Beschwerden bessern sich bei Bewegung.

Diagnose

Um die Ursache für die Beschwerden zu ermitteln, ist eine sorgfältige Anamnese und Untersuchung notwendig. An der Schilderung der Beschwerden kann ein erfahrener Arzt schon erkennen, wo die Ursache der Beschwerden liegen könnte. Wenn sie hauptsächlich unter Belastung auftreten, muss er eine Kreuzbein-Darmbein-Gelenksarthrose von Ischiasbeschwerden abgrenzen. Eine Gelenksarthrose ist im Röntgenbild erkennbar. Zusätzlich kann ein MRT angeordnet werden, das den Vorteil bietet, auch das Stadium der Erkrankung besser einschätzen zu können als im Röntgenbild.

Behandlung

Bei einer Kreuzbein-Darmbein-Gelenksarthrose gibt es nur eingeschränkte Behandlungsmöglichkeiten, bei denen es vor allem um die Schmerzlinderung geht. Die Beschwerden können vom mit Wärme oder Reizstrom behandelt werden. Druckpunktmassagen und Akupunktur können Betroffenen ebenfalls helfen. Wenn nach 2 bis 3 Wochen Beahandlung noch keine Besserung eintritt, kann ein lokales Betäubungsmittel am Kreuzbein-Darmbein-Gelenk gespritzt werden. Da sich die Schmerzen besonders beim Gehen bemerkbar machen, ist es angenehmer, Schuhe mit weichen Sohlen zu tragen, um die Belastung für das Gelenk zu reduzieren.

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Kniearthrose – Gonarthrose

Als Arthrose im Kniegelenk wird die Erkrankung des Gelenkknorpels bezeichnet. Eine Kniegelenksarthrose zählt heute längst zu den am häufigsten auftretenden Krankheiten.

Knie OrthopädieWas ist eine Arthrose im Kniegelenk

Als Arthrose im Kniegelenk wird die Erkrankung des Gelenkknorpels bezeichnet. Eine Kniegelenksarthrose zählt heute längst zu den am häufigsten auftretenden Krankheiten. Nur eine intakte Knorpelmasse kann für die Gleitfähigkeit der Knochen im Knie sorgen und die volle Funktion des Kniegelenks garantieren. Eine gesunde Knorpelmasse ist weiß, zäh und elastisch, um so dem extremen Druck von vielen Kilos Stand zu halten. Die Schädigung oder der Abbau dieser Knorpelmasse führt zur Kniearthrose, was für den Betroffenen in erster Linie Schmerzen und Bewegungseinschränkungen bedeutet, die seine Lebensqualität nun erheblich mindert.

Das Knorpelgewebe ist circa drei bis vier Millimeter dick und hat die Funktion einer Gleitschicht zwischen den Kontaktflächen der Knochen, so dass die Reibung vermindert wird und Stöße abgefedert werden können.
Die vitalen Knorpelzellen bilden um sich herum ein stabiles Netz aus kollagenen Fasern, eine Art Bindegewebe, das wasserhaltig und elastisch ist und als Verbundmittel dient. Bei einer Arthrose sterben diese Zellen ab und diese Fasern werden nicht mehr gebildet. Die Folge sind starke Schmerzen in den Knien und eine wesentliche Beeinträchtigung der Beweglichkeit. Diese Degeneration der Knorpelsubstanz und der daran anschließende Abrieb des Knorpels können mitunter bis zur Versteifung oder Zerstörung des Gelenks führen.

Warum ist gerade eine Arthrose im Knie so problematisch

Die Arthrose im Knie, auch Gonarthrose genannt, gestaltet sich besonders problematisch, da das Knie zum einen sehr kompliziert gebaut ist, die Flächen passen hier nicht komplett ineinander, was sich negativ auf die Stabilität auswirkt. Das Kniegelenk wird durch Oberschenkelknochen, Schienbeinknochen und Kniescheibe gebildet. Um der außergewöhnlich hohen Belastung gerecht zu werden, dienen, zusätzlich zum Knorpel, noch die Menisken als Stoßdämpfer zwischen den Knochen, um die Belastungen zu minimieren, ebenso wie viele weitere Bänder, Sehnen und Muskeln. Zudem ist das Kniegelenk auch besonders anfällig, da es ganz besonderen Belastungen ausgesetzt ist, lastet doch der weitaus größte Teil des Körpergewichts auf den Beinen und Füßen. Folge sind hier oft Fehlbelastungen, unter der die Knorpelmasse leidet, der Auftritt von Verschleißerscheinungen ist so vorprogrammiert.

Welche Symptome deuten auf eine Arthrose im Kniegelenk hin

Ein erstes Zeichen sind Schmerzen und eine deutliche Reduktion der Gelenkbeweglichkeit. Nach dem Aufstehen oder längerem Sitzen, wird ein Anlaufschmerz verspürt, der nach einer gewissen Zeit der Bewegung wieder verschwindet. Plötzlich knacken und knirschen die Gelenke, eine Wetterfühligkeit setzt ein, es stellen sich Hitze- oder Kältegefühle bei Belastung ein und es wird ein Schwellungsgefühl erzeugt, ohne eine wirklich sichtbare Schwellung, die Haut ist partiell gerötet. Koordinations- und Gefühlsstörungen treten plötzlich auf und ein Arbeiten in der Hockstellung wird immer schwieriger. Diese einzelnen Symptome zeigen sich je nach Fortschritt der Arthrose. Sind es zunächst nur die Anlaufschmerzen, werden diese sehr bald durch weitere Beschwerden verstärkt. Ein typisches Symptom der Kniearthrose ist eine Überwärmung aufgrund der Entzündungsparameter. Diese Wärme ist äußerlich spürbar und geht mit einer Schwellung, dem sogenannten Gelenkerguss, einher. Aufgrund dieser Symptome ist davon auszugehen, dass die Arthrose nun aktiviert ist, da der Knorpel so stark geschädigt ist, dass der Abrieb bereits eingesetzt hat, was Entzündungen begünstigt, die zu einem weiteren Abbau des Knorpels führt. Der degenerative Verschleiß führt nun zu massiven gesundheitlichen Beeinträchtigungen. So fallen alltägliche Handlungen und Bewegungsabläufe plötzlich schwer, wie Haus- oder Gartenarbeit, es kann nicht mehr mühelos in die Hocke gegangen werden. das Knie knackt und Gelenkgeräusche treten auf. Konnten ein oder mehrere Symptome beobachtet werden, ist es nun höchste Zeit zu handeln. Eine ärztliche Diagnostik sorgt für Gewissheit und es kann frühzeitig mit geeigneten Behandlungen und Therapien begonnen werden.

Die vier Stadien der Arthrose im Kniegelenk

Zunächst treten Anlauf- und Startschmerzen auf, ist man erst einmal in Bewegung, lassen die Schmerzen auch wieder nach. Hier spricht man von Knorpelschäden 1. und 2. Grades. Die Beweglichkeit ist hier noch nicht wesentlich beeinträchtigt, da der Knorpel erst beginnt sich zu verändern. Mit knorpelregenerierenden Verfahren können hier beachtliche Erfolge erzielt werden. Im weiteren Krankheitsverlauf treten Knorpelschäden 3. Grades auf, dann kommen Ermüdungs- und Belastungsschmerzen dazu, plötzlich treten die Schmerzen bei alltäglichen Bewegungsabläufen auf, bspw. bei langem Stehen, beim Laufen oder beim Sport. Der Knorpel ist nun bereits tief geschädigt und weist Risse und Löcher auf. Noch bedeckt die geschädigte Knorpelschicht den Knochen, doch um die weitere Degeneration aufzuhalten, müssen die Schadstellen behandelt werden. Durch die Verwendung eines Teilersatzes können die intakten Anteile des Kniegelenks jetzt noch erhalten werden. Schließlich treten die Schmerzen dann auch in Ruhephasen auf, jetzt ist der 4. Grad erreicht. Der Knorpelschäden sind nun so schwerwiegend, dass man hier von der sogenannten Knochenglatze spricht, da der Knochen partiell nicht mehr von Knorpel bedeckt wird. Durch das Fehlen der Knorpelmasse reiben die Knochen nun ganz direkt aufeinander, was zu einem Abrieb führt, der nun wiederum schmerzhafte Entzündungen und Schwellungen verursacht. In dieser Phase tritt dann mitunter auch eine Versteifung ein, oder es kommt zu Verformungen und knotigen Veränderungen im Gelenkbereich. Je nach Grad der fortgeschrittenen starken Schädigungen, stellt Teilprothesen oder eine Knieprothese eine geeignete Behandlungsmethode dar.

Diagnostik der Kniearthrose

Die Kniearthrose ist mitunter im Anfangsstadium nicht gleich eindeutig zu diagnostizieren, da der Krankheitsverlauf von Patient zu Patient stark differenzieren kann und trotz bereits fortgeschrittener Knorpelschäden das Schmerzempfinden stark variieren kann. Erst wenn der degenerative Prozess beendet ist, also die Knorpelschicht nicht mehr vorhanden ist, und die Knochen ohne „Puffer“ aneinander reiben, treten neben starken Schmerzen dann oftmals auch eine Steife und Entzündungsparameter auf. Im Rahmen der Diagnostik wird der Patient als Ganzes gesehen, er wird nicht nur umfassend zu seinen Beschwerden befragt, sondern auch zu seiner Krankengeschichte insgesamt, den Lebensumständen, Gewohnheiten und Ernährungsweisen, sowie eventueller familiärer Vorbelastungen. Der Arzt erkundigt sich im Gespräch nach besonderen beruflichen oder sportlichen Belastungen, welche Medikamente eingenommen werden oder auch wurden, ob derartige Beschwerden bereits an anderen Stellen am Körper aufgetreten sind, ob Infektionen oder bakterielle Erkrankungen vorliegen und ob es Unfälle in jüngster Zeit, oder auch länger zurückliegend, gegeben hat. Hat sich in der anschließenden körperlichen Untersuchung der Verdacht auf eine Kniearthrose erhärtet, kann durch weiterführende Feindiagnostik, wie Röntgen, Ultraschall, Magnetresonanztomografie, Arthroskopie oder Gelenkpunktion Gewissheit erlangt werden, ob hier tatsächlich eine Arthrose im Knie vorliegt, in welchem Stadium sich die Arthrose befindet und welche Behandlungsmethoden und Therapien geeignet sind.

Behandlung und Therapie

Eine Heilung der Kniearthrose ist bislang nicht möglich, da ein einmal zerstörter Knorpel im Knie nicht regeneriert werden kann. Ziel der Behandlung und Therapie ist es, den vorhandenen Knorpel nach Möglichkeit soweit wie möglich zu erhalten und Schmerzen und Beschwerden auf ein Minimum zu reduzieren, so dass eine weitest gehende Schmerz- und Beschwerdefreiheit erreicht wird. Dies wird in erster Linie durch eine medikamentöse Behandlung mittels Spritzen, Tabletten und Salben erreicht, die durch angemessene Bewegung ergänzt wird. Je nach Stärke der Schmerzen kann dies durch geeignete Sportarten oder Krankengymnastik erfolgen.

Die Ursachen der Kniearthrose

Die Kniearthrose stellt sich ursächlich ganz unterschiedlich dar. Biochemische und mechanische Ursachen können hier die Auslöser darstellen. Die Ursachen gestalten sich in den verschiedenen Altersgruppen ganz unterschiedlich. Sind es doch bei den jüngeren Patienten eher mechanische Auslöser, so sind es bei den mittleren und älteren Patienten eher biochemische Auslöser, die zur Erkrankung führen. Zu den biochemischen Auslösern zählen unter anderem System- und Stoffwechselerkrankungen, Rheuma oder Durchblutungsstörungen, die als Ursache für das Auslösen einer Arthrose im Knie in Betracht kommen. Zu den mechanischen und sekundären Ursachen zählen neben Fehlstellungen, wie X-Fehlstellung oder O-Fehlstellung, auch Unfälle, Übergewicht und Entzündungen oder bakterielle Infektionen. Tritt bei jüngeren Menschen eine Kniearthrose auf, ist dies meist die Folge eines Unfalls. Ein Knorpeltrauma oder gelenknahe Frakturen können eine Arthrose bedingen. Wurden hier Beschädigungen des Knorpels nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, werden sich die Beschwerden systematisch verstärken, da solche Schäden sich nicht selbst ausheilen, denn der Knorpel wird nicht direkt durchblutet und benötigt daher Hilfe zur Regeneration vom Organismus. Ein Bruch des Schienbeinkopfes, eine Verletzung der Außenbänder oder Kniebänder kann eine schnellere Abnutzung des Knorpels begünstigen und unbehandelt zur Arthrose führen. Dies kann nur durch die frühzeitige Wiederherstellung der natürlichen Belastungslinien im Knie verhindert werden. Im mittleren Alter stellen berufliche oder sportliche Überlastungen die Hauptursache für Kniearthrose dar. Auch nicht oder nicht ausreichend behandelte Sportverletzungen aus der Jugendzeit, können jetzt zum Gelenkverschleiß maßgeblich beitragen. Im höheren Alter ist die altersbedingte Abnutzung ursächlich für die Kniearthrose, durch die degenerative Ausdünnung des Knorpelgewebes. Das Bindegewebe erschafft, der Wasserhaushalt ist nicht mehr im Gleichgewicht, Elastizität, Belastbarkeit und Regenerationsfähigkeit nehmen stetig ab. Sind auch im höheren Alter die Ansprüche an die Beweglichkeit und Belastbarkeit nicht mehr so hoch wie im jungen oder mittleren Alter, so sollte hier die Behandlung und Therapie ganz gezielt auf den Erhalt der größtmöglichen Beweglichkeit und Mobilität ausgelegt sein. Die Lebensqualität soll hier vor allem durch eine deutliche Schmerzreduktion gesteigert werden. Eine weitere Ursache ist die genetisch bedingte Instabilität, die jedoch ursächlich nur einen geringen Prozentsatz ausmacht. Zur Risikogruppe gehören hier die Menschen, bei denen im familiären Umfeld eine Häufung von Gelenkverschleißerkrankungen auftreten. Bei dieser Personengruppe kann eine Kniearthrose bereits in jüngeren Jahren auftreten. Ist dies der Fall, sind sofort Maßnahmen zu ergreifen, um den Verlust des Kniegelenks in den nächsten Jahren zu verhindern.

Die Behandlungsmethoden

Aber egal in welchem Alter die Kniearthrose auftritt, nur eine frühzeitige Behandlung kann zur Gelenkerhaltung beitragen, je später Behandlung und Therapie einsetzten, desto geringer sind die Möglichkeiten den Schmerz deutlich zu reduzieren und die Beweglichkeit zu erhalten. Im Endstadium kann eine Nichtbehandlung dieser Krankheit sogar zu einer Versteifung führen.
Durch rechtzeitige Beseitigung von Fehlstellungen und Reinigungen, kann die Lebensdauer eines Arthrose Knies deutlich verlängert werden. Es ist daher dringend zu empfehlen, schon bei den ersten Symptomen den Arzt aufzusuchen um sich Gewissheit zu verschaffen und nicht zu warten, bis die Schmerzen kaum mehr auszuhalten sind. Möglicherweise greifen einige Behandlungen und Therapien dann schon nicht mehr, die bei einem frühzeitigen Behandlungsbeginn noch zum Erfolg geführt hätten. Neue und innovative Methoden ermöglichen heute Ergebnisse, die vor einigen Jahren noch undenkbar waren, So kann bspw. eine knorpelaufbauenden Hyaluroninjektion direkt und in höchster Konzentration in das Gelenk eingespritzt werden. Diese Methode ist weitaus effektiver, als eine medikamentöse Behandlung, da hier direkt die betroffenen Stellen erreicht werden. Drei bis fünf Injektionen in wöchentlichem Abstand können zu einer deutlichen Linderung der aufgetreten Symptome führen. Diese Methode eignet sich für das frühe Stadium der Erkrankung. Die klassische Behandlung der Kniearthrose erfolgt durch einen 3-Stufenplan. In der 1. Stufe stehen knorpelregenerierende Verfahren im Focus, dazu gehört die Gelenksäuberung, auch Débridement genannt und die Lavage, eine Gelenkspülung. Bei diesen Verfahren werden die freien Knorpelteile aus dem Gelenk gewaschen. Ein weiteres Verfahren ist die Knorpel-Knochen-Transplantation. Hier wird aus den noch nicht belasteten Stellen Knorpel- und Knochengewebe entnommen, um dieses in die betroffenen Bereiche einzufügen. Die Microfacture-Technik und Abrasionsarthroplastik dienen zur Knorpelanfrischung und Knorpelglättung. Auch das Beseitigen von Meniskusschäden und das Entfernen entzündeter Gelenkschleimhaut sind geeignete Behandlungsmethoden. Mittels Knorpelzüchtung werden Knorpelstückchen in einer Zellkultur vermehrt um neues und gesundes Knorpelzellgewebe zu erzeugen, dass dann durch Auflegen auf die geschädigten Stellen diese repariert. Wenn diese Methoden nicht mehr zu dem gewünschten Erfolg führen, ist die 2. Stufe erreicht. Mittels einer Teilendprothese wird der verschlissene Teil des Gelenks ersetzt. Die intakten Teile können so noch erhalten werden. Sind aber die Verschleißerscheinungen soweit fortgeschritten, dass eine Teilendprothese nicht mehr ausreicht, erfolgt in der 3. Stufe der Einsatz eines kompletten Kniegelenkersatzes. Eine Alternative zu den schulmedizinischen Behandlungsmethoden stellen Behandlungsmethoden und Therapien aus den Bereichen der Homöopathie, der Naturheilkunde und der Akkupunktur dar. Hier soll beispielsweise durch pflanzliche Heilmittel oder den Einsatz von Blutegeln erfolgreich therapiert werden. Allerdings sind diese Methoden nicht unumstritten. Letztendlich liegt es aber in der Hand des Patienten, ob er sein Vertrauen in die Schulmedizin setzt oder alternative Behandlungen und Therapien vorzieht.

Was kann man selbst tun, um einer Arthrose im Kniegelenk vorzubeugen

Zunächst sollte ein kritischer Blick auf eigene Lebens- und Ernährungsgewohnheiten erfolgen, um die Schwachstellen aufzudecken. Rechtzeitige Vorsorge, Schonung der Gelenke, kombiniert mit viel Bewegung und gesunder Ernährung sind der Schlüssel für ein beschwerdefreies Leben bis ins hohe Alter. Letztendlich ist der Patient der wichtigste Partner des Arztes und kann durch eine gesunde Lebensweise die Behandlungen und Therapien äußerst wirkungsvoll unterstützen. So ist Übergewicht ein entscheidender Faktor für die Entstehung einer Arthrose im Kniegelenk. Die Statistik besagt, dass übergewichtige Menschen durchschnittlich 12 Jahre eher als Menschen mit Normalgewicht eine Knieprothese benötigen. Eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten unter Einbeziehung von mehr Fisch, Salat, Obst und Gemüse und größtmöglichen Verzicht auf „rotes Fleisch“ sind hier ein guter Anfang, den Säure-Basen-Haushalt ins Gleichgewicht zu bringen. Auch sollte auf den Verzehr von Kalorienbomben, wie Süßigkeiten und Chips, am besten generell verzichtet werden, zumindest aber auf ein Minimum reduziert werden. Gewürze wie Ingwer, Chili und Kurkuma wirken nicht nur dem Knorpelabbau entgegen, sondern wirken auch entzündungshemmende und bauen so wirkungsvoll den Schmerz ab. Dazu sollte ausreichende Bewegung mit geringer Stoßeinwirkung für das Knie kommen, da dadurch die Ernährung des Knorpels gefördert wird. Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Skilanglauf ermöglichen das ganze Jahr über sanfte Bewegungsformen. Auf Sportarten wie Squash, Fußball oder Badminton sollte dagegen verzichtet werden, da der schnelle Richtungswechsel eine Belastung für die Knie darstellt. Arthrose gefährdete Menschen denken oft, dass sportliche Betätigung eine negative Auswirkung auf den Gesundheitszustand hat. Das Gegenteil ist hier der Fall, Bewegung nach dem Motto, viel bewegen und wenig belasten, fördert den Stoffwechsel im Gelenk und hat so eine vorbeugende Wirkung. Bewegungsmangel dagegen kann die Entwicklung der Arthrose begünstigen. Alkohol und Nikotin sind pures Gift für den Körper und wirken sich auch besonders schädlich auf stark belastete Gelenke, wie bspw. dem Kniegelenk, aus. Ein Verzicht auf diese Genussmittel trägt ganz eindeutig zur längeren Gesunderhaltung der Gelenke bei.

Fazit

Eine rechtzeitige und erfolgreiche Behandlung und Therapie trägt ganz wesentlich zu einer hohen Lebensqualität bis ins hohe Alter bei. Gesunde Gelenke bedingen auch ein gesundes Herz- und Kreislaufsystem, einen gesunden Stoffwechsel und den Erhalt der stabilen mentalen Fähigkeiten. Eine hohe Lebenserwartung bei bestmöglicher Gesundheit und Mobilität ist schließlich der Wunsch jedes Menschen. Daher sollte immer auf die Warnsignale des Körpers gehört werden und sofort ein Arzt konsultiert werden. Je eher eine ärztliche Diagnostik erfolgt, desto eher können geeignete und erfolgversprechende Behandlungen und Therapien eingeleitet werden.

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