Häufige Formen von Arthrose

Die Gelenkerkrankung Arthrose (Arthrosis deformans) bezeichnet eine dauerhafte Schädigung des Gelenkknorpels, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Sie ist weit verbreitet und äußert sich vorrangig durch Schmerzen im betroffenen Gelenk.

Arthrose: Häufigkeitgelenke-staerken

Die Gelenkerkrankung Arthrose (Arthrosis deformans) bezeichnet eine dauerhafte Schädigung des Gelenkknorpels, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Sie ist weit verbreitet und äußert sich vorrangig durch Schmerzen im betroffenen Gelenk. Obwohl sich eine Arthrose nicht mehr zurückbilden kann, lässt sich die Lebensqualität des Patienten doch maßgeblich steigern.

Wie häufig ist Arthrose?

Beinahe jeder Mensch leidet ab und zu unter Gelenkschmerzen. Während bei jungen Menschen meist außergewöhnliche Belastungen dazu führen, sind es gerade bei älteren Personen die Vorboten einer entstehenden Arthrose. Gelenkverschleiß ist fast nicht zu vermeiden. Schon in den 40er-Lebensjahren der meisten Menschen lassen sich in einem Röntgenbild Zeichen von Gelenkverschleiß erkennen, auch wenn sie in diesem Stadium noch nicht als Arthrose bezeichnet werden können. Spätestens aber zwischen dem 65. und 70. Lebensjahr treten Symptome von Gelenkverschleiß bei fast jedem Menschen auf. Die Wahrscheinlichkeit, an einer echten Arthrose zu erkranken, steigt rapide mit zunehmendem Lebensalter. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Arthrose eine reine Erkrankung älterer Menschen ist.

Welche Formen der Arthrose gibt es?

Jedes Gelenk des Körpers kann verschleißen, besonders aber diejenigen, die im Leben des Menschen besonders belastet wurden. Es kann sich um Daumen, Ellenbogen oder auch das Sprunggelenk handeln. Selten, aber möglich sind auch Arthrosen in Kiefergelenken und sogar in den Zehen. Gehäuft zeigen sich Arthrosen allerdings an der Wirbelsäule und den unteren Extremitäten, also in den Beinen. Diese Gelenke sind es, die maßgeblich das Körpergewicht tragen. Statistisch betrachtet leiden 24 von 25 Arthrose-Patienten an Symptomen in Bein- und Wirbelgelenken.

Häufige Formen der Arthrose sind:

Viele dieser häufig betroffenen Gelenke gehören zu den meistgenutzten Gelenken des Körpers. Der Kiefer beispielsweise hat im Laufe eines menschlichen Lebens sehr viel Arbeit vor sich. Andere, seltenere Arthrosen dagegen kommen gehäuft in Berufen vor, in denen gerade diese Gelenke viel beansprucht werden. Schutzmaßnahmen gibt es häufig nicht oder sie waren zu den Zeiten, als die heutigen Arthrose-Patienten noch berufstätig waren, noch gar nicht üblich oder vorgeschrieben.

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Obere Sprunggelenksarthrose

Die Beweglichkeit und Stabilität zwischen Schien-, Wadenbein und Fuß werden vom oberen und unteren Sprunggelenk erhalten. Zusammen bilden die Gelenke beidseitig eine funktionelle Einheit, die durch Bänder stabilisiert werden.
Als Scharniergelenk wird das obere Sprunggelenk in der Medizin auch Articulatio talocruralis genannt.

Sprunggelenk Schmerzen obere-sprunggelenksarthroseObere Sprunggelenksarthrose

Die Beweglichkeit und Stabilität zwischen Schien-, Wadenbein und Fuß werden vom oberen und unteren Sprunggelenk erhalten. Zusammen bilden die Gelenke beidseitig eine funktionelle Einheit, die durch Bänder stabilisiert werden. Als Scharniergelenk wird das obere Sprunggelenk in der Medizin auch Articulatio talocruralis genannt. Von Knorpel geschützte Gelenkflächen bilden beim oberen Sprunggelenk die Verbindung zwischen Schienbein, Wadenbein und Fußwurzelknochen. Der Knorpel schützt das Gelenk vor Überlastung und verhindert eine Abnutzung des Knochens. Die Funktion des oberen Sprunggelenks ist es, die Wechselwirkung zwischen Unterschenkel und Fuß bei Bewegung zu gewährleisten.

Damit wird das Anheben, Beugen und Drehen des Fußes ermöglicht. Solange der Fuß nicht bewegt wird, steht das obere Sprunggelenk in einer neutralen Stellung. Zusammen mit dem unteren Sprunggelenk trägt es im Stand das Körpergewicht. Sie ermöglichen das Gehen und Laufen. Zudem sind sie für die Balance des Körpers mitverantwortlich. Hieran zeigt sich ihre Stabilität und Belastbarkeit.

Verletzungen und Erkrankungen des oberen Sprunggelenks

Ein sogenanntes Inversionstrauma entsteht durch Umknicken des Fußes und zieht häufig eine Verletzung der Bänder oder Brüche mit sich. Es zählt als eine der häufigsten Erkrankungen des oberen Sprunggelenks und kann in manchen Fällen auch zu Entzündungen führen. Die Symptome einer Entzündung des Gelenks sind Schmerzen bei Belastung des jeweiligen Fußes. Allerdings können sie je nach Fall auch im Ruhezustand einsetzen. In diesem Fall ist der Gang zum Arzt dringend erforderlich. Eine weitere Erkrankung der Sprunggelenke ist der Gelenkverschleiß (Arthrose). Zwar neigen verschiedene Gelenke dazu, Arthrose auszubilden, jedoch tritt der Verschleiß beim oberen Sprunggelenk besonders häufig auf. Dies hängt mit der starken Belastung der Gelenke zusammen. Oftmals ist er eine Folgeerscheinung nach Verletzungen oder einer Überbelastung. Entzündungen oder Traumata gehen der Arthose meist voraus. Die Knorpelschichten des Gelenks nutzen sich ab, wobei gelockerte Bänder nicht mehr die nötige Stabilität bieten, um das Gelenk zu stützen. Aus diesem Grund sind besonders häufig Sportler betroffen. Starke Beanspruchung und Sportunfälle können Arthrose begünstigen und auslösen. Andere Gründe für obere Sprunggelenksarthrose sind Fehlstellungen des Gelenks oder starkes Übergewicht. Durch Übergewicht kommt es zu einer stetigen Belastung der Gelenke und deren Abnutzung.

Symptome bei Sprunggelenksarthrose

Die Symptomatik einer Sprunggelenksarthrose ist recht eindeutig und die Diagnose leicht zu stellen. Schmerzen im Bereich der Knöchel, die insbesondere bei Bewegung auftreten, sind typisch. Die Bewegung des Gelenks ist eingeschränkt, wobei es in manchen Fällen zur Blockade kommen kann. Zudem schwellen die Gelenke oftmals an, was auf eine Entzündung hinweist. Entzündungen verstärken die Arthrose zumeist. Patienten mit weit fortgeschrittener Arthrose klagen außerdem über reibende Geräusche oder ein Knacken im Bereich des Gelenks. Der Körper neigt zur Kompensation des abgetragenen Knorpels, wodurch er Knochenwucherungen bildet. Diese lösen das Reibegeräusch aus und können zu entsprechenden Blockaden führen. Während zunächst vor allem Belastungsschmerzen geschildert werden, kommt es später zu chronischen Schmerzen. Sie treten auch im Ruhezustand auf.

Gute Heilungschancen bei Arthrose

Beim Gespräch (Anamnese) mit dem Patienten können Mediziner meist schon erste Rückschlüsse auf eine oberere Sprunggelenksarthrose stellen. Erste Anzeichen liefern die Art der Schmerzen und deren Intensität. Auch der Zeitpunkt des Auftretens kann entscheidend bei der Diagnosestellung sein. Beim Röntgen sind die Verschleißerscheinungen meist in Form von verschmälerten Gelenkspalten zu erkennen. Eine sichere Diagnose stellt der Arzt über ein MRT, bei dem er gleichzeitig das Stadium der Arthrose bestimmen kann. Inzwischen ist die obere Gelenksarthrose gut therapierbar. Trotzdem hängt der Erfolg von der Mitarbeit des Patienten und vom Stadium der Arthrose ab. Während im Frühstadium zur Schonung des Gelenks geraten und der Prozess mit Schuheinlagen unterstützt wird, ist im späteren Verlauf häufig eine Operation vonnöten. Hierbei werden die Knochenneubildungen abgefräst, um die Blockade aufzuheben. Bei starken Schädigungen des Knorpels kann im Labor eine neue Knorpelschicht gezüchtet werden. Diese wird dem Patienten bei der Operation an die betroffene Stelle gesetzt.

In schweren Fällen und Spätstadien ist ein künstliches Gelenk oft das Mittel der Wahl. In diesem Fall sind die Schäden an Knochen und Knorpel irreparabel. Um weitere Erkrankungen zu vermeiden, wird das Gelenk ausgetauscht. Bei Betroffenen, bei denen diese Art der Operation aus verschiedenen Gründen nicht möglich ist, sollte über eine Versteifung des oberen Sprunggelenks nachgedacht werden. Dadurch werden Schonhaltungen vermieden und die Lebensqualität verbessert. Über die jeweiligen Möglichkeiten klären Mediziner nach der Stellung der Diagnose auf und besprechen sie mit dem Patienten.

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Untere Sprunggelenksarthrose

Das untere Sprunggelenk (Articulatio talotarsalis) gehört bereits zum Fuß und wird seinerseits in das vordere (Articulatio talocalcaneonavicularis) und in das hintere Sprunggelenk (Articulatio subtalaris) unterteilt. Es ist insgesamt eine komplizierte Konstruktion, denn es besteht aus den Gelenkflächen von 3 Fußwurzelknochen.

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Das untere Sprunggelenk (Articulatio talotarsalis) gehört bereits zum Fuß und wird seinerseits in das vordere (Articulatio talocalcaneonavicularis) und in das hintere Sprunggelenk (Articulatio subtalaris) unterteilt. Es ist insgesamt eine komplizierte Konstruktion, denn es besteht aus den Gelenkflächen von 3 Fußwurzelknochen.

Gemeinsam mit dem oberen Sprunggelenk ist das untere Sprunggelenk sozusagen die bewegliche Verbindung zwischen dem Unterschenkel und dem Fuß. Das untere Sprunggelenk ist daher für sich genommen noch kein vollständiges Gelenk, erst in Kombination mit dem oberen Sprunggelenk ergibt sich die funktionale Einheit des Sprunggelenks.

Das bereits vom Unterschenkelknochen entkoppelte untere Sprunggelenk setzt sich zusammen aus den Gelenkflächen von drei Fußwurzelknochen, die von Faserknorpel überzogen sind. Die 3 Fußwurzelknochen werden als Fersenbein, Kahnbein und Sprungbein bezeichnet. Auf diesen Knochen lastet beim Stehen das gesamte Körpergewicht, bei sprunghaften Bewegungen und anderen Beschleunigungen können sich die Gewichtskräfte kurzfristig vervielfachen. Um dies permanent bei den unterschiedlichsten Bewegungen leisten zu können, ist das untere Sprunggelenk darauf ausgelegt, uns stets die nötige Stabilität zu geben.

Beim Gehen oder Stehen auf unebenem Untergrund z. B. ermöglicht insbesondere die Gelenkverbindung zwischen dem vorderen und hinteren unteren Sprunggelenk das Anheben des inneren bzw. seitlichen Fußrandes. Es gibt dort 2 Knochenrinnen, die das untere Sprunggelenk in 2 Gelenkhöhlen einteilen. Die Hintere heißt Subtalar-Gelenk, im Lateinischen: Articulatio subtalaris. Die vordere Gelenkhöhle ist die Articulatio talocalcaneonavicularis, an dieser Stelle treffen 3 Strukturen gelenkig verbunden aufeinander. Diese Verbindungen stellen die Kontakte zum Pfannenband sowie zum Os naviculare und zum Calcaneus her. Das Pfannenband befindet sich näher im Bereich der Fußsohle und „verklammert“ den Os naviculare mit dem Calcaneus. Das ist zugleich auch das wesentliche Merkmal des Pfannenbandes im Unterschied zu den anderen Bändern in diesem Gelenk, deren Hauptaufgabe die Stabilisierung ist.

Arthrose im unteren Sprunggelenk

Das untere Sprunggelenk ist prädestiniert für Frakturen, was auch für die vielen Bänder in diesem Bereich gilt, z. B. Überdehnungen oder Risse. Es gibt auch Bänderleiden, die mit Entzündungen einhergehen. Aber die weitaus häufigste Erkrankung beim unteren Sprunggelenk ist eine Arthrose. Grundsätzlich handelt es sich bei Arthrose um eine übermäßige Abnutzung bei Gelenken, wodurch der schützende Knorpel abgebaut wird und die Knochen bzw. Knochenhäute direkt aufeinander reiben mit der Folge schwerer Entzündungen. Aber auch ein Trauma kann im unteren Sprunggelenk die Entstehung einer entzündlichen Arthrose begünstigen. Es sind also ganz allgemein degenerative Erscheinungen eines übermäßigen Verschleißes des Gelenkknorpels, die in der Endphase das Gelenk an sich unwiderruflich beschädigen. Dabei ist langfristige Überlastung die häufigste Ursache. Frakturen oder andere Verletzungen des Sprunggelenks lösen bei den meisten Betroffenen eine Art Schonhaltung aus, die aber wegen ihrer Einseitigkeit die Überlastung des Knorpels nur noch weiter beschleunigt. Auch körperliche oder genetische Dispositionen wie der Klumpfuß begünstigen oftmals eine Arthrose im unteren Sprunggelenk.

Es steht außer Frage, dass Übergewicht wegen der permanenten Überbelastung grundsätzlich „Gift“ ist für alle Gelenke unterhalb und einschließlich der Lendenwirbel.

Ein ganz typischer Indikator für eine Sprunggelenksarthrose sind Schmerzen bei der Fortbewegung auf unebenen Flächen. Dabei handelt es sich meistens um einen sehr plötzlich stark einschießenden Schmerz, manchmal sogar einfach nur beim Stehen. Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung treten solche starken Schmerzen sogar in Ruhelage z. B. auch in der Nacht auf. Diese Symptome sind oft von diffusen Schwellungen begleitet.

Diagnose und Therapiemöglichkeiten

Die Therapiemöglichkeiten bei der unteren Sprunggelenksarthrose sind eigentlich gut und vielversprechend. Zunächst tastet der Arzt den Patienten ab, um sich ein Bild über die Schwellungen und der sogenannten Druckdolenz, also der lokalen Schmerzempfindlichkeit zu verschaffen. Darüber hinaus erkundet der Arzt das Ausmaß der Bewegungseinschränkungen durch die Schmerzen und macht auch eine klinische Analyse des aufschlussreichen Gangbildes. Es ist sehr gut, wenn Tumore oder Nekrosen mittels einer MRT-Untersuchung ausgeschlossen werden können. Auch ein konventionelles Röntgenbild des Rückfußes ist durchaus ein wichtiger Beitrag zur Sicherstellung der Diagnose.

In den häufig akuten Phasen muss selbstverständlich erst einmal die Schmerzlinderung im Vordergrund stehen. Diese Maßnahmen senken zugleich das Risiko für haltungsbedingte Folgeerkrankungen. An dieser Stelle setzt die Therapie physikalisch mit Kühlung, Ruhigstellung, Hochlagerung und medikamentös mit Schmerzmitteln bzw. betäubenden Injektionen an. Im mittel- und längerfristigen Nachgang kommen physiotherapeutische Maßnahmen zur Anwendung, aber auch Maßnahmen zur Gewichtsreduzierung und optimale Gesundheitsschuhe ggf. mit individuellen Einlagen dämmen das weitere Voranschreiten der Arthrose ein.

Auch eine Operation kann eine wirkungsvolle Maßnahme sein, z. B. wird in solchen Fällen das Gelenk zumindest temporär mit Drähten stabilisiert. Bei sehr stark verschlissenem Knorpel neigt unser Körper dazu, jene Fehlstellen mit neuer Knochenmasse zu kompensieren, was aber für den Betroffenen wahrlich kein Gewinn ist. Daher muss diese dann operativ entfernt werden. Bei einer neueren Methode mit der Bezeichnung „autologes Knochenspan“ wird die Oberfläche des Knochens bewusst aufgeraut, wodurch sich an dieser Stelle neues Knorpelgewebe ausbildet.

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