Die Bedeutung von Hyaluron in der Wundtherapie

Die Wirkung der Hyaluronsäure lässt sich während des gesamten Prozesses der Wundheilung gut beobachten. Das beginnt bei der Blutgerinnung, geht über die entzündliche Phase und die Vermehrung des Gewebes bis zur letzten Phase der Wundheilung und Remodellierung.

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Die Wirkung der Hyaluronsäure lässt sich während des gesamten Prozesses der Wundheilung gut beobachten. Das beginnt bei der Blutgerinnung, geht über die entzündliche Phase und die Vermehrung des Gewebes bis zur letzten Phase der Wundheilung und Remodellierung.

Im menschlichen Körper ist die Hyaluronsäure ein unverzichtbares Polysaccharid. Ungefähr die Hälfte davon befindet sich in der Haut. Die Hyaluronsäure hat einen großen Einfluss auf den Austausch von Informationen zwischen den Zellen und ist deshalb insbesondere im Prozess der Wundheilung bedeutungsvoll.

In neu gebildetem Gewebe sorgt die Hyaluronsäure dafür, dass Wunden heilen, ohne sichtbare Narben zu hinterlassen. Um Wunden zu behandeln, nutzen die Mediziner heute Hyaluronsäurederivate verschiedener Art. Die positive Wirkung auf den Heilungsprozess ist durch eine Reihe von wissenschaftlichen Studien belegt.

Vermutlich hängt die positive Wirkung von Hyaluronsäure mit ihrem Einfluss auf den entzündlichen Prozess zusammen. Das Hyaluron ist in der Lage, schädliche frei Radikale abzufangen und Wasser zu binden. Das führt beim Heilungsprozess dazu, dass die Wunde regelrecht aufquillt. Diese vermehrten Aktivitäten der Zellen tragen dazu bei, dass die Wunde schneller und besser heilen kann. Hyaluronsäure garantiert eine bessere Versorgung mit Sauerstoff und eine bessere Migration von hornbildenden Zellen.

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Was ist Wundmanagement

Beim modernen Wundmanagement steht nicht nur die Wunde im Mittelpunkt. Auch die persönlichen Umstände der Patienten gewinnen an Bedeutung.

Was ist Wundmanagement?was ist wundmanagement

Beim modernen Wundmanagement steht nicht nur die Wunde im Mittelpunkt. Auch die persönlichen Umstände der Patienten gewinnen an Bedeutung. Dazu zählen sowohl Vorerkrankungen als auch Lebensgewohnheiten. Erst wenn alle Faktoren berücksichtigt werden, resultiert daraus eine insgesamt bessere Wundversorgung.

Im Detail umfasst ein zeitgemäßes Wundmanagement die Physiologie der Wundheilung einschließlich der verschiedenen Phasen der Heilung.

Ebenso zählen Wundanamnese, Wundbehandlung, Wunddokumentation sowie Schmerzmanagement dazu. Unter Einbeziehung der Angehörigen, der Ärzte und des Pflegepersonals wird für jeden betroffenen Patienten ein auf seine Bedürfnisse zugeschnittenes Therapiekonzept erstellt. Eventuelle Therapiefehler können rasch korrigiert werden, wenn regelmäßige Hausbesuche erfolgen und der Verlauf der Heilung umfassend dokumentiert wird. Eine kontinuierliche Kontrolle sowie die Dokumentation geben gleichfalls über Therapieerfolge Auskunft. Diese Art des Vorgehens hat für die Betroffenen den Vorteil, dass durch die verbesserte Wundtherapie die Wunden schneller abheilen.

Gerade die Therapie von chronischen Wunden erweist sich nicht selten sowohl in der stationären als auch in der ambulanten Therapie als problematisch. Das trifft insbesondere dann zu, wenn das Wissen des medizinischen Personals und des Patienten nicht dem aktuellen Stand der Wissenschaft entspricht. Wirtschaftliche Überlegungen, die zu einem eingeschränkten Einsatz suffizienter Wundheilungsbehandlung führen, erweisen sich ebenfalls als kontraproduktiv. Letztendlich führt eine insuffiziente Wundheilungsstrategie zu längeren Therapieintervallen, die somit zu einer weitere Kostensteigerung beitragen können.

In Deutschland leiden schätzungsweise 2,4 Millionen Patienten an einer chronischen Wunde. Die ambulanten Leistungen zur ambulanten der Versorgung des sogenannten offenen Fußes (Ulcus cruris) kostet die Gesetzliche Krankenkasse (GKV) zum Beispiel jährlich mindestens 0,6 Milliarden Euro. Dazu kommen noch die Ausgaben für den stationären Bereich, so dass die Versorgung des Ulcus cruris mindestens eine Milliarde Euro jährlich in Anspruch nimmt. Bei der steigenden Lebenserwartung in den nächsten Jahren, werden weitere Belastungen auf die GKV zu kommen. Um dem vorzubeugen, müssen die prophylaktischen, diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnissen angepasst und entsprechend optimiert werden.

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Was macht ein Wundmanager

Pflegekräfte haben nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer gesundheits- und krankenpflegerischen Grundbildung die Möglichkeit, sich zum Wundtherapeuten oder auch Wundmanager weiterzubilden.

Das Berufsbild eines Wundmanagers

WundmanagerPflegekräfte haben nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer gesundheits- und krankenpflegerischen Grundbildung die Möglichkeit, sich zum Wundtherapeuten oder auch Wundmanager weiterzubilden. Damit ist dieser Spezialist im Bereich entzündeter und schwer heilender Wunden und ist berechtigt, das gesamte Spektrum moderner Wundbehandlung selbständig anzuwenden. Wundmanager arbeiten vorwiegend in Krankenhäusern, Altenpflegeheimen und Sozialstationen. Dabei kommt der engen Zusammenarbeit mit Ärzten und Pflegekräften entscheidende Bedeutung zu, da insbesondere großflächige oder chronische Wunden nur in enger Teamarbeit geheilt oder wenigstens gelindert werden können.

Im Pflegealltag planen und koordinieren Wundmanager ihre Aufgaben selbständig. Sie begutachten die Wunde speziell nach der langen Nachtruhe intensiv, wählen die optimale Behandlungsmethode nebst den entsprechenden Wundversorgungsprodukten und lindern so die Schmerzen ihrer Patienten. Auch die detaillierte Dokumentation der Pflegeprodukte und des Behandlungsverlaufs zählt zu den Aufgaben des Wundmanagers. Ferner bindet er die Kranken oder deren enge Angehörige nach Möglichkeit in die Wundpflege ein, um auf diese Weise die Selbständigkeit und Unabhängigkeit insbesondere chronisch kranker Patienten zu fördern.

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Was beinhaltet Wundmanagement

Teamwork und eine optimale Arbeitsteilung sind die prägenden Elemente des Wundmanagements. Die Behandlung chronischer Wunden ist dabei immer eine besondere Herausforderung, die ein komplex koordiniertes Wundmanagement geradezu erforderlich macht.

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Teamwork und eine optimale Arbeitsteilung sind die prägenden Elemente des Wundmanagements. Eingebunden in den Gesamtprozess sind die Ärzte und die Pflegefachkräfte der Kliniken, aber auch das entsprechende Personal von Altenpflegeeinrichtungen oder Sozialstationen.

Die Behandlung chronischer Wunden ist dabei immer eine besondere Herausforderung, die ein komplex koordiniertes Wundmanagement geradezu erforderlich macht.

Das sind die Zielsetzungen des Wundmanagements:

  • Verkürzung des Prozesses der Wundheilung
  • Optimierung der Wundheilungsrate
  • Verbesserung der Lebensqualität des Patienten
  • Verbesserung der Versorgungsqualität sowie ihrer Kontinuität
  • Optimales Zusammenwirken aller an der Behandlung beteiligten Personen einschließlich des Patienten selbst
  • Standardisierte Qualitätssicherung

Inzwischen haben sich bereits viele regionale Netzwerke im Sinne von Wundzentren etabliert. Dabei bemüht man sich wirklich gezielt, den Wundpatienten in den Mittelpunkt der vernetzten Organisation zu stellen. Die Idee dahinter ist, dass eine optimale Versorgung nur durch eine fachübergreifende Zusammenarbeit gewährleistet werden kann. Dazu gehören die stationäre und ambulante Pflege, die Krankenhäuser und Arztpraxen, aber auch neben den Angehörigen, die Podologen, Physiotherapeuten sowie die Orthopädietechnik (z. B. Schuhmacher), also auch eine Reihe von Produktherstellern.

Wundversorgung und Wundheilung

Natürlicherweise ist unser Organismus mit ganz hervorragenden und wunderbaren Mechanismen der „automatischen“ Wundheilung ausgestattet. Diese Fähigkeit ist aber individuell (genetisch) unterschiedlich stark ausgeprägt, und wenn dann noch resistente Keime eine Heilung nachhaltig unterbinden, hat eine ausbleibende professionelle Wundversorgung katastrophale Folgen. Bei der normalen Wundheilung wird an (begrenzten) lokalen Verletzungen Körpergewebe sowie auch die Haut durch Regeneration repariert, was auf einer sehr gut organisierten Teamarbeit unterschiedlichster Zellen basiert.

Wunddokumentation

Die Wunddokumentation ist eine umfassende Beschreibung beginnend mit der Therapieplanung und einer Prognoseabschätzung, über die Kontrolle der Therapie durch die Dokumentation des konkreten Heilungsverlaufs. Im Übrigen besteht heute ohnehin eine gesetzliche Verpflichtung zur schriftlichen Nachweisführung der ärztlich-pflegerischen Wundversorgung.

Wundinfektion und Wundreinigung

Bei einer Wundinfektion liegt eine akute z. T. sehr folgenschwere Störung der Wundheilung vor. Die Ursache sind meistens Mikroorganismen, die sich in der Wunde explosionsartig vermehren und ihre Stoffwechselprodukte als Giftstoffe dort ablagern. Es ist leider zu beklagen, dass sich antibiotikaresistente „Krankenhauskeime“ gerade in Deutschland zunehmend ausbreiten und zu einem echten Problem geworden sind. In der Folge ist auch die Fallzahl chronischer Wunden sprunghaft angestiegen. Eine ganz entscheidende Maßnahme für die Wundheilung ist daher die professionelle Wundreinigung. Bei chirurgischen Eingriffen gehört sie selbstverständlich zur Grundversorgung. Bei chronischen Wunden kann aber die ischämische bis hin zur nekrotischen Gewebesituation eine große Schwierigkeit bei der Wundreinigung darstellen.

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