Gelenke knacken & knirschen

Wenn die Gelenke Geräusche machen, dann ist das meistens kein Grund zur Panik, aber ernst nehmen sollten Sie es schon und die Ursache beim Orthopäden abklären lassen.

Gelenke knacken und knirschenWenn die Knie knirschen

Wenn die Gelenke Geräusche machen, dann ist das meistens kein Grund zur Panik, aber ernst nehmen sollten Sie es schon und die Ursache beim Orthopäden abklären lassen.

Muss es immer gleich eine Arthroskopie sein?

Wenn es beim Treppensteigen knackt und beim Hinknien knirscht, werden viele zurecht hellhörig. Zu gerne möchte man über die Ursache Bescheid wissen. Vielleicht ist es dringend erforderlich, sehr schnell etwas dagegen zu unternehmen?

Das Knacken im Knie rührt meistens vom Kniestreckapparat her. Wenn die Kniescheibe beim Streck- und Beugevorgang in ihrer Gleitrinne verrutscht, dann kann es zu diesen meistens völlig unbedenklichen Geräuschen kommen. Verantwortlich für die Stabilisierung der Kniescheibe ist die Oberschenkelmuskulatur. Dafür muss diese aber auch ausreichend kräftig ausgebildet sein, sonst findet der vorgesehene Bewegungsablauf etwas gestört statt und das knackt dann eben. Ein erhöhtes Maß der Abnutzung muss man deshalb aber nicht befürchten.

Frauen knacken besonders gern

Statistisch gesehen sind gerade junge Frauen diesbezüglich besonders „aktiv“. Das kann damit zusammenhängen, dass ihre Oberschenkelmuskulatur weniger gut trainiert als bei Männern ist. Aus einer übergeordneten Sichtweise liegt es an den weiblichen Hormonen, die bekanntlich einen gewissen Einfluss auf den Muskelaufwuchs nehmen. Dennoch gibt es Frauen mit starker Oberschenkelmuskulatur und diese sind dann auch weniger von knackenden Knien betroffen.

Auch schon bei kleineren, harmlosen Fehlstellungen wie leichte O- oder X-Beine kann es zu diesem Knacken kommen, da sich dann die Kniescheibe nicht so gut zentrieren kann. Nach einer Knie-Operation muss sogar mit den knackenden Geräuschen gerechnet werden, weil der Schonungsprozess danach in aller Regel zu einer merklichen Rückbildung der Muskulatur führt.

Aber Achtung, wenn es knirscht

Das knirschende Geräusch ist oftmals eine Folge eines jahrelangen zu hohen Anpressdrucks der Kniescheibe gegen das Kniegleitlager. Bei etwas älteren Menschen können sich verschiedene Erkrankungen des Kniegelenks geradezu vernichtend auf den Knorpel innerhalb der Gelenkkapsel auswirken. Dies subsumieren die Orthopäden dann gern unter dem Begriff „Arthrose“. Anfangs ist es nur ein besorgniserregendes Geräusch, aber bald können sich daraus unerträgliche Schmerzen entwickeln. Dann ist der Knorpel im Sinne einer Gleitschicht so weit geschädigt und abgebaut, dass die Knochen im Gelenk direkt auf ihren hochempfindlichen Knochenhäuten reiben. Die Ursache für das Knirschen sind in aller Regel winzige abgeriebene Knorpel- und Knochenteilchen, die sich im Gelenk wie reibender Sand frei bewegen und den Abrieb weiter anheizen.

Machen Sie den Knirsch-Test

Dazu setzen Sie sich auf einen Stuhl. Legen Sie Ihre Hand locker auf ein unbekleidetes Knie, dann beugen und strecken Sie das Gelenk abwechselnd. Machen Sie das nicht zu schnell. Auch wenn Sie das Knirschen noch nicht hören können, unsere Fingerkuppen sind sehr sensitiv und erspüren Geräusche im Knie wie ein empfindliches Seismometer. Wechseln Sie danach auf das andere Knie. Oftmals sind die Ergebnisse beider Knie sehr unterschiedlich, denn der Mensch ist alles andere als symmetrisch.

Bedeutet ein positiver Knie-Test sofort eine Operation?

Nein, solange noch etwas Knorpelmaterial vorhanden ist, kann dessen weiterer Abbau mit verschiedenen konservativen Maßnahmen deutlich verlangsamt werden. Dazu gehören der gezielte Muskelaufbau, Schuheinlagen oder Krankengymnastik. Gerade Letztere kann täglich selbstständig zu Hause durchgeführt werden, wenn die Übungen erst einmal erlernt wurden. Wer allerdings bereits mit 30 Jahren Knieprobleme hat, wird sehr wahrscheinlich eines Tages um eine Operation nicht herumkommen.

Vorbeugen ist besser als operieren

Abgesehen davon, dass auch unsere Ernährung massiv Einfluss nimmt auf die Zusammensetzung und den Aufbau unseres Knorpelmaterials, können wir selbst sehr viel für oder eben auch gegen unsere Kniegelenke tun. Sport ist in aller Munde und Sport ist gesund. Es gibt aber auch jenes belächelte, als nicht ernsthaft eingestufte Sprichwort der Faulen: „Sport ist Mord“. Nun, so ganz von der Hand zu weisen, ist das nicht. Es gibt genügend Beispiele dafür, dass Leistungssportler beim Überschreiten der Ziellinie tot zusammengebrochen sind. Aber so weit möchten wir hier gar nicht gehen. Angesprochen werden sollte aber schon die Tatsache, dass wir mit übertriebenen sportlichen Aktivitäten oder mit falsch ausgeführtem Sport unsere Gelenke überbelasten und so unsere Arthrose selbst erzeugen.

In diesem Zusammenhang möchten wir exemplarisch kurz das Training für den Marathonlauf ansprechen. Wer auf diesem Feld zu Ehre und Anerkennung kommen möchte, muss hart trainieren. Es geht also nicht darum, einmal 42 Kilometer im Stück zu laufen, sondern darum, dass man hierfür eine großartige Leistung nur dann abrufen kann, wenn man sich mehrmals wöchentlich sogar größere Strecken antrainiert. Da kommt ganz schön etwas zusammen. Dreimal pro Woche 60 Kilometer macht im Jahr gut 3.000 Kilometer.

Das können unsere Kniegelenke nur dann unbeschadet bewältigen, wenn unser Körpergewicht kaum 50 Kilogramm überschreitet, teure Hightech-Schuhe verwendet werden und der Untergrund durchgehend ein weich abfedernder Waldboden ist. Aber wer erfüllt schon diese Kriterien. Fußball- und Tennisspieler müssen ständig schnell beschleunigen, um im nächsten Moment sofort wieder abrupt abzubremsen. Das ist Schwerstarbeit für die Gelenke. Die Auswahl der Sportart ist ganz entscheidend bei der Frage, wie gesund Sport tatsächlich ist.

Wenn es richtig schmerzt

Der Schwachpunkt im Kniegelenk ist gerade mit Blick auf intensiven Sport der Innenmeniskus. Das ist eine Art Stoßdämpfer, der aus recht hartem Knorpelmaterial aufgebaut ist. Diese Härte hat aber den Nachteil, dass das Material etwas spröde ist und leichter einreißen kann. Wenn es nicht gleich ganz durchbricht, entstehen an diesen Stellen massive Vernarbungen, die dann im Knie bei der Bewegung unüberwindliche mechanische Widerstände darstellen und enorme Schmerzen bereits beim Gehen auslösen. Diese Narben lassen sich aber durch minimalinvasive Eingriffe ambulant im Krankenhaus abhobeln.

Gelenkverschleiß und Schmerzen

Im Laufe der Jahre kommt es zu einem unweigerlichen Gelenkverschleiß. Der Betroffene klagt zu Beginn über Schmerzen im Knie oder auch Probleme mit seiner Hüfte.

Gelenkverschleiß und SchmerzenDer schmerzhafte Gelenkverschleiß

Im Laufe der Jahre kommt es zu einem unweigerlichen Gelenkverschleiß. Der Betroffene klagt zu Beginn über Schmerzen im Knie oder auch Probleme mit seiner Hüfte. Da die menschlichen Gelenke lebenslang beansprucht werden, kommt es unweigerlich zu einer Abnutzung. Mediziner sprechen dabei von Knorpelschäden und bezeichnen den im Endstadium befindlichen Gelenkverschleiß als Arthrose.

Welche Faktoren können eine Arthrose begünstigen?

Bewegungsmangel und Übergewicht – zwei Faktoren, die Arthrose begünstigen. Auch eine falsche und einseitige Belastung kann dazu führen, dass es zu einer schnelleren Abnutzung der Gelenke kommt. Weitere Faktoren, die eine Arthrose begünstigen, sind etwa Erkrankungen wie Osteoporose und Rheuma oder auch eine genetische Veranlagung.

Welche Beschwerden treten auf?

Die morgendlichen Anlaufschwierigkeiten sind das erste Warnzeichen. Steht der Betroffene auf und bemerkt, dass seine Gelenke „eingerostet“ sind und es mitunter mehrere Minuten dauert, bis er seine volle Beweglichkeit zurückgewonnen hat, liegt mitunter der Verdacht nahe, dass es sich um eine beginnende Arthrose handelt. Weitere Symptome sind Schmerzen im Knie oder an der Hüfte; kommt es zu einer Belastung, verschlimmern sich die Beschwerden. So kann der Betroffene sein Knie nicht mehr zur Gänze durchstrecken.

Wie sollten sich Betroffene verhalten?

Zu Beginn sollte die Entwicklung beobachtet werden. Die Belastung wird in weiterer Folge reduziert, sodass der Betroffene erkennen kann, ob die Beschwerden abnehmen oder weiterhin unverändert bleiben. Kommt es zu keiner Verbesserung, sollte ein Facharzt für physikalische Therapie oder ein Orthopäde aufgesucht werden. Der Mediziner untersucht in weiterer Folge das Gelenk; Arthrose kann, muss aber nicht unbedingt diagnostiziert werden. Mitunter kann es sich auch um eine Muskelerkrankung handeln.

In fast allen Fällen ist es möglich, dass der Mediziner die Beschwerden lindert und den Gelenkverschleiß aufhält. Im Mittelpunkt steht natürlich die Bewegung. Gelenkfreundliche Sportarten (wie etwa Schwimmen oder Radfahren) und gezielte Gymnastik können den Betroffenen, vor allem im Anfangsstadium, derart entlasten, dass einerseits die betroffenen Gelenke gestärkt werden und andererseits die Beschwerden kaum noch spürbar sind. Bei Übergewicht ist es notwendig, dieses in weiterer Folge zu reduzieren.

Welche Medikamente werden verordnet?

Vorwiegend entscheiden sich die behandelnden Ärzte für Tabletten oder Spritzen (vorwiegend Hyaluronsäurespritzen). Auch Gels und Salben können dabei helfen, die Beschwerden in den Griff zu bekommen.

Wann kommt es zu einer Operation?

Diagnostiziert der Mediziner eine fortgeschrittene Arthrose, kann es bereits – aufgrund starker Schmerzen und Unbeweglichkeit – zu einer eingeschränkten Lebensqualität gekommen sein; am Ende hilft nur noch das künstliche Gelenk. Kritisch ist der Umstand, wenn die Knie- und Hüftbeschwerden dazu geführt haben, dass sich ein sogenannter „Hink-Mechanismus“ entwickelt hat. Der „Hink-Mechanismus“, der auch als „Schonhaltung“ bezeichnet wird, führt unweigerlich zu weiteren Beschwerden. Damit Folgeschäden, wie etwa Probleme mit der Wirbelsäule, vermieden werden, empfehlen Ärzte daher eine Operation.

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Wasser im Knie

Wasser im Knie hört sich im ersten Moment wie eine Lapalie an, doch hinter dem Symptom verbirgt sich eine ernstzunehmende Entzündung.

Wasser im KnieWasser im Knie

Wasser im Knie hört sich im ersten Moment wie eine Lapalie an, doch hinter dem Symptom verbirgt sich eine ernstzunehmende Entzündung. Nur mit der richtigen Behandlung ist es möglich diese zu lindern und so auch den Schmerzen den Garaus zu machen.

In jedem Gelenk befindet sich Flüssigkeit, diese wird als Schmiermittel für die reibungslose Funktion der Gelenke benötigt. Entsteht ein Überschuss an Gewebsflüssigkeit, muss der Betroffene seinen Arzt aufsuchen. Der sogenannte Kniegelenkserguss entsteht nicht grundlos, er ist nur ein Symptom für eine vorhandene Erkrankung.

Eine übermäßige Ansammlung von Gelenksflüssigkeit hat ihren Ursprung meist in einer mechanischen Überreizung des Gelenks. Ein Schaden am Meniskus kann ebenso dafür verantwortlich sein wie eine Bakerzyste oder Arthrose in den Kniegelenken. Bei all diesen Erkrankungen kommt es fast immer zu einer Gewebeentzündung. Infolgedessen lagert sich Gewebewasser ein und der Schleimbeutel des Gelenks wird gereizt.

Schwillt das Knie an, kann eine Kühlkompresse oder ein feuchtes, kühles Handtuch zunächst Linderung bewirken. Doch selbst wenn der Schmerz verschwindet, sind diese Hausmittel keine Heilmittel. Nur der Gang zum Arzt kann die Schmerzen der betroffenen Personen dauerhaft lindern.

Schaden am Meniskus

Im Kniegelenk befinden sich mehrere Knorpelscheiben, die als Menisken bezeichnet werden. Ihre Aufgabe ist die Stoßabfederung und der Erhalt der Gleitfähigkeit des einzelnen Gelenks. Ist der Meniskus geschädigt, kommt es zu einer Ausfransung und es entstehen Risse. Häufig ist eine sogenannte Dreh-Sturzverletzung die Ursache für einen Meniskusschaden, jedoch können auch das Alter oder eine permanente Fehlbelastung der Grund sein. Da das Gewebe permanent überreizt wird, kommt es zu einer Ansammlung von Flüssigkeit. Der Druck in der Gelenkkapsel nimmt zu und es entstehen Schmerzen, die im Verlauf immer unangenehmer werden.

Ein Schaden am Meniskus muss nicht immer sofort operiert werden. Sind nur kleinere Risse vorhanden, kann eine konservative Therapie Linderung bringen. Das Knie muss im Zuge dieser Behandlung geschont werden, parallel hierzu werden Schmerzmittel und Physiotherapie verordnet.

Kommt es zur Operation, werden die Risse am Meniskus genäht und die Knorpelscheiben werden bestmöglich rekonstruiert.

Die Bakerzyste

Eine Bakerzyste, die auch als Poplitealzyste bezeichnet wird, entsteht durch eine Überbelastung des Kniegelenks. Es bildet sich eine Schleimhauthöhle im Innenbereich der Kniekehle. Im Inneren der Zyste befindet sich eine gallertartige Flüssigkeit, die Druck auf das umliegende Gewebe ausübt. Daraus resultiert wiederum eine Ansammlung von Flüssigkeit im Kniegelenk. Ein oft auftretender Nebeneffekt der Bakerzyste ist ein Taubheitsgefühl im Unterschenkel.

Eine Operation ist nicht bei jeder Bakerzyste das Mittel der Wahl. Je nach Größe können auch konservative Heilmethoden angewandt werden. Der Arzt behandelt mit entzündungshemmenden Medikamenten, allerdings dürfen das Nervensystem und die Durchblutung noch nicht in Mitleidenschaft gezogen worden sein.

Die Kniegelenksarthrose

Ein gewisses Maß an Verschleiß im Bereich der Gelenke ist völlig normal. Bei übermäßigen Verschleißerscheinungen kommt es jedoch zu Entzündungen im Knie. Um den Schaden auszugleichen, produziert der Körper Gewebeflüssigkeit. Derzeit gibt es keine grundlegende Behandlung bei Kniegelenksarthrose, die Therapie erfolgt in der Regel symptomatisch. Häufig werden Injektionen mit entzündungshemmenden Medikamenten direkt ins Knie gespritzt. Viele Patienten profitieren zudem von Bewegungsanwendungen. Wenn keine konservative Therapie zum gewünschten Erfolg führt, kann eine Operation in Erwägung gezogen werden. Hier gibt es Möglichkeiten, die von einer Glättung des Knorpels, bis zu einem kompletten Kniegelenksersatz reichen.

Ein medizinischer Grundsatz lautet: Flüssigkeit im Knie kann sich nur dann zurückbilden, wenn die Ursache behandelt wird. Eine abklingende Entzündung sorgt auch für eine Rückbildung des Wassers.

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Kniegelenk – Meniskus, Knorpel, Kreuzband und Patella

Das Kniegelenk ist nicht nur das größte, es gilt zugleich als das komplexeste Gelenk des menschlichen Körpers. Kniescheibe (Patella), Meniskus sowie zahlreiche Muskeln, Bänder, Kapseln und Sehnen sind in einem ausgeklügelten System miteinander verbunden.

Das Kniegelenk – so einzigartig wie empfindlich

KniegelenkDas Kniegelenk ist nicht nur das größte, es gilt zugleich als das komplexeste Gelenk des menschlichen Körpers. Kniescheibe (Patella), Meniskus sowie zahlreiche Muskeln, Bänder, Kapseln und Sehnen sind in einem ausgeklügelten System miteinander verbunden. Nur wenn sämtliche Elemente reibungslos funktionieren, kann das Kniegelenk seine Aufgaben vollständig und störungsfrei erfüllen. Es ermöglicht das Beugen und Strecken unserer Beine und trägt bis zum Dreifachen unseres Körpergewichts. Bereits die geringste Abweichung kann zu Bewegungsstörungen führen und teilweise heftige Schmerzzustände nach sich ziehen.

Ein gesundes Knie für mehr Lebensqualität

Nie zuvor waren Senioren so gesund und aktiv wie heute. Gleichzeitig steigen auch die Ansprüche an die Jahre jenseits des Erwerbslebens. So steht heute nicht mehr ausschließlich die Lebensdauer, sondern vor allem die Lebensqualität im Vordergrund. Nicht nur junge Menschen bezeichnen sportliche Betätigung als ihre liebste Freizeitbeschäftigung und wünschen sich vor allem Gesundheit und Beweglichkeit bis ins hohe Alter. Ein gesundes Knie ist dafür eine unabdingbare Voraussetzung.

Wie kommt es zu Knieproblemen?

Sport ist gesund – doch führen gefährliche Sportarten sowie Überschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit, insbesondere nach einer längeren Ruhephase, regelmäßig zu schmerzhaften und langwierigen Verletzungen. Übergewicht und mangelnde Bewegung können krankhaften Knorpelschwund, einseitige Überlastung eine Schleimbeutelentzündung hervorrufen.

Schließlich fordert auch der Alltag mit seinen zahlreichen Belastungen seinen Tribut. Haushaltsunfälle, Fehlbelastungen, Verschleiß und vermeintlich harmlose Entzündungen beginnen nicht selten mit unklaren Beschwerden, um sich unbehandelt zu jahrelangen „Leidensgeschichten“ zu entwickeln.

Kann ich ernsthaften Beschwerden vorbeugen?

Besonders schmerzhafte oder länger als zwei bis drei Wochen andauernde Beschwerden gehören stets in die Hände eines erfahrenen Kniespezialisten. So ist eine frühzeitige Diagnosestellung insbesondere bei Gelenkproblemen von entscheidender Bedeutung. Sie vermeidet nicht nur kompliziertere Eingriffe, mithilfe der Kernspintomographie vermag ein erfahrener Orthopäde geschädigte Gelenkknorpel sogar bei noch beschwerdefreien Kniegelenken zu erkennen. Auch eine Arthroskopie, eine Gelenkspiegelung, ist in Zeiten der „Knopfloch-Chirurgie“ ein äußerst schonender Eingriff, der dem Arzt eine detaillierte Diagnosestellung erlaubt.

So sollte jeder, der auch nur sporadisch unter Knieproblemen leidet, diese Form der Früherkennung nutzen. Rechtzeitig angewandt verhindert sie manch größeren chirurgischen Eingriff mit anschließender Rehabilitation.

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Kniegelenkspiegelung Arthroskopie des Kniegelenks

Diese Gelenkspiegelung-Behandlung wird auch als Arthroskopie bezeichnet und gehört in Deutschland zu den häufigsten Operationen. Das Ziel dabei ist die Linderung beziehungsweise Beseitigung von Schmerzen.

Wann sollten Sie eine Kniespiegelung durchführen lassen?

Arthroskopie Gelenkspiegelung KölnDiese Gelenkspiegelung-Behandlung wird auch als Arthroskopie bezeichnet und gehört in Deutschland zu den häufigsten Operationen. Das Ziel dabei ist die Linderung beziehungsweise Beseitigung von Schmerzen, was dann auch direkt mit einer deutlichen Verbesserung der Beweglichkeit einhergeht. In der Realität sieht die Situation diesbezüglich leider ziemlich ernüchternd aus, denn aktuelle Untersuchungen weisen zum Teil einen extrem geringen Nutzen für die Patienten nach. Wenn beispielsweise eine Arthrose im Kniegelenk bereits weit fortgeschritten ist, kann mit einer Arthroskopie nicht mehr viel erreicht werden. Die Experten raten daher dazu, stets eine zweite Meinung einzuholen, bevor man in einen solchen Eingriff einwilligt. Das gilt auch und gerade bei „unklaren Beschwerden“, bei denen noch keine klare Diagnose gestellt werden konnte.

Zwar wird die Arthroskopie in die Riege der sogenannten „minimalinvasiven Operationen“ eingeordnet, was sich harmlos anhört, dennoch darf der Eingriff auch nicht unterschätzt werden. Wie bei jeder anderen Operation bestehen verschiedene Risiken wie Thrombose, Embolie oder Infektion (Stichwort: „resistente Krankenhauskeime“). Auch die Vollnarkose birgt immer ein Risiko. Viele Patienten berichten darüber, dass sie nach der Spiegelung viele Wochen bis Monate brauchten, bis sie wieder richtig gehen konnten. Zum Einsatz kommt dabei ein Endoskop mit einer kleinen Kamera. Sie ermöglicht es dem Arzt, sich innerhalb des Kniegelenks optisch zu orientieren. Locker bewegliche Gewebeanteile können so unmittelbar entfernt werden oder ein hart vernarbter Meniskus kann direkt glatt geschnitten beziehungsweise verkleinert werden.

MRT- und Röntgenaufnahmen untermauern die Diagnose

Anstatt gleich ins Kniegelenk mechanisch einzudringen, sollte eine umfassende Diagnose gestellt werden, die mit der Anamnese (eine ausführliche Befragung des Patienten) beginnt, um danach mit Röntgenaufnahmen und gegebenenfalls auch mit einer Kernspintomografie (MRT = Magnetresonanztomografie) fortzufahren. Gerade auf den MRT-Bildern kann der Arzt den Grad der Arthrose, sollte diese vorliegen, recht gut erkennen.

Eine der häufigsten Knieverletzungen zum Beispiel durch Leistungssport ist ein Riss oder Anriss im Innenmeniskus, weniger oft auch im Außenmeniskus. Dabei handelt es sich um sehr harte Knorpelscheiben, die als wichtige Stoßdämpfer in den Knien fungieren. Mit zunehmendem Alter ändert sich die chemische Zusammensetzung mit der Folge, dass dieses Knorpelmaterial etwas spröde und dadurch leicht verletzlich wird. Dieses Krankheitsbild sollte nicht mit der Arthrose verwechselt werden, die etwas mit dem totalen Verschleiß von Gelenkknorpel (an anderer Stelle) zu tun hat. Einen alten Meniskus kann man auch nicht „nähen“, da dieser ganz schnell wieder an anderen Positionen einreißen kann.

Training statt OP

Das Kniegelenk befindet sich in einer Gelenkflüssigkeit, die alle Knorpelteile ernährt, vorausgesetzt, sie kommt auch immer wieder in direkten Kontakt mit dem Knorpel. Das ist der Grund, warum Bewegung auch und gerade bei Beschwerden so wichtig ist. Viele sprechen bei unseren Gelenken auch von „selbstschmierenden Teilen“. Aber nicht jeder Sport ist gut für ein angegriffenes Knie, das möglicherweise erst durch mehrere (überstrapazierende) Marathonläufe in diese Situation gekommen ist. Empfehlenswerte knieschonende Sportarten sind Schwimmen, Radfahren oder Walking. Durch die Stärkung der Muskulatur geben wir dem Knie auch mehr stabilisierenden Halt.

Am besten Sie besprechen das mit einem Physiotherapeuten, der Ihnen dann ein optimales, individuelles Trainingsprogramm für zu Hause zusammenstellen kann. Eine beliebte Koordinationsübung ist dann zum Beispiel diese: Sie stehen einbeinig auf einem Wackelbrett, nach bestimmter Zeit wird das Bein gewechselt. Hinzu kommen oft auch orthopädietechnische Maßnahmen wie Schuhranderhöhungen und auf schmerz- und entzündungshemmende Medikamente kann nicht in jedem Fall verzichtet werden. Ein Thema, das bei Knie-Arthrose immer wieder intensiv zur Diskussion steht, ist das Spritzen von Hyaluronsäure. Hier muss der Weg noch freigemacht werden, damit die gesetzlichen Krankenkassen dafür die Kosten übernehmen.

In welchen Fällen sollte man eine Arthroskopie durchführen lassen?

Wenn diagnostisch eindeutig ein Riss im Meniskus angezeigt ist und der Patient noch nicht sehr alt ist, kann der Meniskus im Zuge der Arthroskopie geglättet oder sogar genäht werden. Jeder Tag, den man hier verstreichen lässt, trägt zu einer Fehlbelastung, zu Fehlstellungen und erhöhtem Verschleiß bei. Das betrifft dann auch die Hüften oder die Wirbelsäule. Weiterhin ist die Arthroskopie bei einem Kreuzbandriss oder bei einer Verletzung des Gelenkkörpers sinnvoll.

 

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Spritzen ins Kniegelenk?

Das Knie ist das komplizierteste Gelenk in unserem Körper. Es ist täglich großen Belastungen, also Kräften, ausgesetzt. Schnelles Laufen, Treppensteigen, Kniebeugen, Sprünge, Tragen schwerer Lasten und vor allem das allgegenwärtige Übergewicht.

Wie helfen Spritzen bei Kniegelenkbeschwerden?

Spritzen ins Kniegelenk?In Deutschland leiden mehr als fünf Millionen Menschen an Arthrose, Tendenz steigend. Der weitaus größte Teil davon muss sich mit sehr schmerzhaften Beschwerden in den Kniegelenken herumplagen. Um die Zeit bis zur einer Operation zu überstehen, empfehlen viele Orthopäden Spritzen, die direkt ins Kniegelenk gegeben werden (müssen). Wie sinnvoll oder wirksam ist das eigentlich? Das Knie ist das komplizierteste Gelenk in unserem Körper. Es ist täglich großen Belastungen, also Kräften, ausgesetzt. Schnelles Laufen, Treppensteigen, Kniebeugen, Sprünge, Tragen schwerer Lasten und vor allem das allgegenwärtige Übergewicht überlasten den Knorpel, der dadurch nachhaltig degradiert, bis schließlich die hochempfindlichen Knochenhäute direkt aufeinander reiben und sich dabei entzünden. Die Diagnose heißt dann „Arthrose“. Da unser Körper, gerade bei älteren Menschen, nur sehr begrenzt in der Lage ist, selbst wieder neue Knorpelmasse zu generieren, besteht nicht viel Hoffnung auf eine richtige Heilung. Daher setzen viele auf die Injektionen, die das Gelenk temporär wieder in Gang bringen und effektiv gegen die Schmerzen helfen können.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass unsere Gelenke wie „selbstschmierende Teile“ funktionieren, das heißt, allein durch Bewegung wird die Beweglichkeit erhöht. Wer wegen zu großer Schmerzen zur Bewegungslosigkeit verurteilt ist, läuft Gefahr, dass sich sein Gelenk mit der Zeit total versteift.

Aufbau des Kniegelenks

Das Knie ist die bewegliche Verbindung zwischen dem Ober- und Unterschenkel. Es setzt sich im Wesentlichen zusammen aus der Kniescheibe, Knorpelmaterial, insbesondere Innen- und Außenmeniskus, Sehnen und Bänder. Um das Kniegelenk herum gibt es eine Gelenkkapsel. Der überaus wichtige, recht glatte Knorpel erscheint weißlich glänzend, denn er ist nicht durchblutet. Aus diesem Grunde wird er auch nur unzureichend mit Nährstoffen versorgt. Aber durch die ständige Abfolge von Be- und Entlastung „pumpt“ Gelenkflüssigkeit Nährstoffe in Richtung Knorpel. Daher oben der Hinweis auf die Wichtigkeit der Bewegung.

Stimmt es, dass nur alte Menschen Arthrose kriegen können?

An der Art der Fragestellung merken Sie schon, dass dies mit einem klaren Nein zu beantworten ist. Richtig ist, dass sich die (chemische) Zusammensetzung des Knorpelmaterials mit dem Älterwerden verändert. Was in der Jugend total glatt und elastisch ist, beginnt später unter Rissbildungen aufzufasern, bis schließlich Teile der Knochenflächen sogar ganz vom Knorpel befreit liegen. In diesem Fall spricht man von (normalem) altersbedingtem Verschleiß. Arthose ist eine langsame degenerative Veränderung des Kniegelenks.

Aber es geht auch anders: Verletzungen durch Unfälle, Stoffwechselerkrankungen, falsche Ernährung, Übergewicht oder (angeborene) Gelenkfehlstellungen wie X- und O-Beine können auch bei jungen Menschen zur Arthrose in den Kniegelenken führen. Wenn eine derartige eindeutige Ursache für die Arthrose vorliegt, besteht eine gute Heilungschance in der unmittelbaren Beseitigung dieser Ursache.

Die Symptome einer Kniegelenksarthrose

Die meisten Patienten beklagen die Dehnungs- und Anlaufschmerzen. Erstere stellen sich direkt ein, wenn man versucht, sein Knie vollständig (gerade) zu strecken. Letztere treten immer dann auf, wenn man nach längerer Ruhepause wieder aufsteht, um beispielsweise einen Spaziergang fortzusetzen. Man braucht dann beim Anlaufen immer mehr Zeit, bis die Knie wieder so richtig in Gang kommen, um halbwegs schmerzfrei weitergehen zu können. Typisch sind auch (beängstigend) laute Knack- und Reibegeräusche im bewegten Knie.

Wann ist der Arztbesuch unausweichlich?

Bereits bei geringsten Kniebeschwerden sollte man einen Arzt konsultieren, weil der Arzt Mittel und Wege kennt, den Fortschritt der Erkrankung deutlich zu verlangsamen, was einen großen Gewinn an Lebensqualität bedeutet. Aber welche Maßnahmen stehen dem Arzt in diesem Fall zur Verfügung?

  • Spritzen ins Knie
    Sie sind erforderlich, wenn der Patient ständig unter großen Schmerzen leidet. Bevor die etwas unangenehme Kanüle angesetzt wird, ist aber eine fundierte Diagnose erforderlich, wozu auch der Einsatz bildgebender Verfahren wie Röntgen-, Ultraschall- oder Computertomografieaufnahmen gehört.
  • Spritzen mit Hyaluronsäure
    Die meisten Betroffenen erhoffen sich, auf diese Weise das Einsetzen eines künstlichen Kniegelenks zeitlich hinausschieben zu können, weil diese Spritzen die Schmerzen deutlich lindern können. Hyaluronsäure ist der Hauptbestandteil unserer Gelenkflüssigkeit. Durch ihre etwas zähflüssige Konsistenz vermindert sie die Reibung im Gelenk wie ein Schmiermittel. Darüber hinaus kann sich der angegriffene Knorpel aus dieser Flüssigkeit ernähren und wieder etwas aufbauen.

Bei Arthrose ist das Gleichgewicht zwischen Abbau alter Hyaluronsäure und Aufbau neuer körpereigener Hyaluronsäure stark gestört. Das macht die Gelenkflüssigkeit insgesamt dünnflüssiger. Ihre schmierende Eigenschaft geht dadurch weitgehend verloren. Die Zugabe von Hyaluronsäure von außen in den Gelenkraum führt zu einer relativen Erhöhung der Viskosität der Gelenkschmiere, die dadurch wirkungsvoller wird. Das schont und entlastet den noch verbliebenen Knorpel. Die Patienten bestätigen die Verbesserung der Beweglichkeit und den Rückgang der Schmerzen. Der Einsatz dieser Spritzen kann dann sinnvoll sein, wenn die Arthrose noch nicht zu weit fortgeschritten ist. Es muss noch eine gewisse Menge Restknorpel vorhanden sein, den die Hyaluronsäure ernähren und schmieren kann.

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