Spritzen ins Kniegelenk?

Das Knie ist das komplizierteste Gelenk in unserem Körper. Es ist täglich großen Belastungen, also Kräften, ausgesetzt. Schnelles Laufen, Treppensteigen, Kniebeugen, Sprünge, Tragen schwerer Lasten und vor allem das allgegenwärtige Übergewicht.

Wie helfen Spritzen bei Kniegelenkbeschwerden?

Spritzen ins Kniegelenk?In Deutschland leiden mehr als fünf Millionen Menschen an Arthrose, Tendenz steigend. Der weitaus größte Teil davon muss sich mit sehr schmerzhaften Beschwerden in den Kniegelenken herumplagen. Um die Zeit bis zur einer Operation zu überstehen, empfehlen viele Orthopäden Spritzen, die direkt ins Kniegelenk gegeben werden (müssen). Wie sinnvoll oder wirksam ist das eigentlich? Das Knie ist das komplizierteste Gelenk in unserem Körper. Es ist täglich großen Belastungen, also Kräften, ausgesetzt. Schnelles Laufen, Treppensteigen, Kniebeugen, Sprünge, Tragen schwerer Lasten und vor allem das allgegenwärtige Übergewicht überlasten den Knorpel, der dadurch nachhaltig degradiert, bis schließlich die hochempfindlichen Knochenhäute direkt aufeinander reiben und sich dabei entzünden. Die Diagnose heißt dann „Arthrose“. Da unser Körper, gerade bei älteren Menschen, nur sehr begrenzt in der Lage ist, selbst wieder neue Knorpelmasse zu generieren, besteht nicht viel Hoffnung auf eine richtige Heilung. Daher setzen viele auf die Injektionen, die das Gelenk temporär wieder in Gang bringen und effektiv gegen die Schmerzen helfen können.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass unsere Gelenke wie „selbstschmierende Teile“ funktionieren, das heißt, allein durch Bewegung wird die Beweglichkeit erhöht. Wer wegen zu großer Schmerzen zur Bewegungslosigkeit verurteilt ist, läuft Gefahr, dass sich sein Gelenk mit der Zeit total versteift.

Aufbau des Kniegelenks

Das Knie ist die bewegliche Verbindung zwischen dem Ober- und Unterschenkel. Es setzt sich im Wesentlichen zusammen aus der Kniescheibe, Knorpelmaterial, insbesondere Innen- und Außenmeniskus, Sehnen und Bänder. Um das Kniegelenk herum gibt es eine Gelenkkapsel. Der überaus wichtige, recht glatte Knorpel erscheint weißlich glänzend, denn er ist nicht durchblutet. Aus diesem Grunde wird er auch nur unzureichend mit Nährstoffen versorgt. Aber durch die ständige Abfolge von Be- und Entlastung „pumpt“ Gelenkflüssigkeit Nährstoffe in Richtung Knorpel. Daher oben der Hinweis auf die Wichtigkeit der Bewegung.

Stimmt es, dass nur alte Menschen Arthrose kriegen können?

An der Art der Fragestellung merken Sie schon, dass dies mit einem klaren Nein zu beantworten ist. Richtig ist, dass sich die (chemische) Zusammensetzung des Knorpelmaterials mit dem Älterwerden verändert. Was in der Jugend total glatt und elastisch ist, beginnt später unter Rissbildungen aufzufasern, bis schließlich Teile der Knochenflächen sogar ganz vom Knorpel befreit liegen. In diesem Fall spricht man von (normalem) altersbedingtem Verschleiß. Arthose ist eine langsame degenerative Veränderung des Kniegelenks.

Aber es geht auch anders: Verletzungen durch Unfälle, Stoffwechselerkrankungen, falsche Ernährung, Übergewicht oder (angeborene) Gelenkfehlstellungen wie X- und O-Beine können auch bei jungen Menschen zur Arthrose in den Kniegelenken führen. Wenn eine derartige eindeutige Ursache für die Arthrose vorliegt, besteht eine gute Heilungschance in der unmittelbaren Beseitigung dieser Ursache.

Die Symptome einer Kniegelenksarthrose

Die meisten Patienten beklagen die Dehnungs- und Anlaufschmerzen. Erstere stellen sich direkt ein, wenn man versucht, sein Knie vollständig (gerade) zu strecken. Letztere treten immer dann auf, wenn man nach längerer Ruhepause wieder aufsteht, um beispielsweise einen Spaziergang fortzusetzen. Man braucht dann beim Anlaufen immer mehr Zeit, bis die Knie wieder so richtig in Gang kommen, um halbwegs schmerzfrei weitergehen zu können. Typisch sind auch (beängstigend) laute Knack- und Reibegeräusche im bewegten Knie.

Wann ist der Arztbesuch unausweichlich?

Bereits bei geringsten Kniebeschwerden sollte man einen Arzt konsultieren, weil der Arzt Mittel und Wege kennt, den Fortschritt der Erkrankung deutlich zu verlangsamen, was einen großen Gewinn an Lebensqualität bedeutet. Aber welche Maßnahmen stehen dem Arzt in diesem Fall zur Verfügung?

  • Spritzen ins Knie
    Sie sind erforderlich, wenn der Patient ständig unter großen Schmerzen leidet. Bevor die etwas unangenehme Kanüle angesetzt wird, ist aber eine fundierte Diagnose erforderlich, wozu auch der Einsatz bildgebender Verfahren wie Röntgen-, Ultraschall- oder Computertomografieaufnahmen gehört.
  • Spritzen mit Hyaluronsäure
    Die meisten Betroffenen erhoffen sich, auf diese Weise das Einsetzen eines künstlichen Kniegelenks zeitlich hinausschieben zu können, weil diese Spritzen die Schmerzen deutlich lindern können. Hyaluronsäure ist der Hauptbestandteil unserer Gelenkflüssigkeit. Durch ihre etwas zähflüssige Konsistenz vermindert sie die Reibung im Gelenk wie ein Schmiermittel. Darüber hinaus kann sich der angegriffene Knorpel aus dieser Flüssigkeit ernähren und wieder etwas aufbauen.

Bei Arthrose ist das Gleichgewicht zwischen Abbau alter Hyaluronsäure und Aufbau neuer körpereigener Hyaluronsäure stark gestört. Das macht die Gelenkflüssigkeit insgesamt dünnflüssiger. Ihre schmierende Eigenschaft geht dadurch weitgehend verloren. Die Zugabe von Hyaluronsäure von außen in den Gelenkraum führt zu einer relativen Erhöhung der Viskosität der Gelenkschmiere, die dadurch wirkungsvoller wird. Das schont und entlastet den noch verbliebenen Knorpel. Die Patienten bestätigen die Verbesserung der Beweglichkeit und den Rückgang der Schmerzen. Der Einsatz dieser Spritzen kann dann sinnvoll sein, wenn die Arthrose noch nicht zu weit fortgeschritten ist. Es muss noch eine gewisse Menge Restknorpel vorhanden sein, den die Hyaluronsäure ernähren und schmieren kann.

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Spritzen gegen Arthrose

Für orthopädische Fachärzte gehört das Verabreichen von Spritzen in ein Gelenk zu den Routinebehandlungen. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass zahlreiche Orthopäden Injektionsbehandlungen gegen Arthrose im Knie in ihrem Angebot haben.

Spritzen gegen ArthroseInjektionen gegen Arthrose – Die Nadel gegen Arthrose

Für orthopädische Fachärzte gehört das Verabreichen von Spritzen in ein Gelenk zu den Routinebehandlungen. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass zahlreiche Orthopäden Injektionsbehandlungen gegen Arthrose im Knie in ihrem Angebot haben. Ziele der Spritzentherapie sind das Lindern der Schmerzen sowie das Bekämpfen von Schwellungen. Außerdem erhält das Knie mit diesem Verfahren wieder mehr Beweglichkeit.

Der Einsatz von Hyaluronsäurespritzen

Bei Hyaluron handelt es sich um einen natürlichen Teil der menschlichen Gelenkschmiere. Diese erfüllt die Funktion, den Knorpel mit Nährstoffen zu versorgen und ihn auf geschmeidige Weise gleiten zu lassen. Aufgrund ihrer Zähflüssigkeit kann die Gelenkschmiere die Wirkung eines Stoßdämpfers entfalten. Kommt es zu einer Arthrose, büßt das betroffene Gelenk jedoch an Gelenkschmiere ein, was sich letztlich durch Gelenksteife und Schmerzen bemerkbar macht. Durch die Anwendung von Hyaluronsäure, deren Herstellung synthetisch erfolgt, lässt sich die Mangelerscheinung ausgleichen, was zu einer Besserung der Beschwerden führt. Zu diesem Zweck wird die Hyaluronsäure innerhalb von mehreren Wochen regelmäßig in einen Gelenkspalt injiziert.

Spritzen mit Kortison

Das Steroidhormon Kortison ist unter Medizinern umstritten. Grund dafür sind die ausgeprägten Nebenwirkungen im Falle einer zu langen Darreichung oder einer zu hohen Dosierung. Dazu gehören in erster Linie Muskelschwund, das Ausdünnen der Haut oder das Aufschwemmen des Körpers. Trotzdem werden Spritzenbehandlungen mit Kortison im Falle einer akuten Arthrose, die mit einer schmerzhaften Entzündung sowie einer Schwellung des Gelenks einhergeht, von den Ärzten positiv eingestuft. So entfaltet das Kortison die positive Eigenschaft, die Entzündung der Schleimhaut zu bremsen. Durch die Schleimhautentzündung kommt es zur Herstellung von Flüssigkeit, durch die das betroffene Gelenk anschwillt.
Erster Schritt der Kortisontherapie ist das Abziehen der Flüssigkeit aus dem entzündeten Kniegelenk. Anschließend findet die Injektion des Kortisons statt. Die einzelnen Behandlungen werden in der Regel drei Mal pro Woche vorgenommen. Dies geschieht über einen Zeitraum von sechs Wochen.

Radiosynoviorthese

Unter einer Radiosynoviorthese (RSO) wird eine Bestrahlung der entzündeten Schleimhaut des Gelenks verstanden. Zu diesem Zweck erfolgt durch einen Nuklearmediziner das Injizieren eines schwach radioaktiven Stoffes in das betroffene Kniegelenk. Durch dieses Verfahren findet das Bestrahlen der entzündeten Schleimhaut statt, was gewissermaßen eine Verödung bedeutet. Die Herstellung der Flüssigkeit, die für das Anschwellen des Gelenks verantwortlich ist, wird mit dieser Methode gestoppt. Der Patient profitiert davon durch eine Reduktion seiner Schmerzen. Darüber hinaus erhält er mehr Bewegungsfreiheit.

Wichtig sind eine fachgerechte Dosierung und die korrekten Zeitabstände

Damit es bei der Spritzentherapie nicht zu unerwünschten Komplikationen kommt, ist es wichtig, dass sich der behandelnde Arzt präzise an die Anleitungen des Wirkstoffproduzenten hält. So dürfen nicht mehr als die angegebenen Injektionen je Spritze verabreicht werden. Von hoher Bedeutung ist zudem das Einhalten des vorgeschriebenen Zeitabstands zwischen den Injektionen.

Dem Patienten wird empfohlen, sich vor einer Spritzenbehandlung vom Orthopäden gut über die Therapie informieren zu lassen. Als wichtiger Hinweis auf einen seriösen Facharzt gilt das Vornehmen einer gründlichen körperlichen Untersuchung.

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Kniearthrose-Behandlung ohne OP

Bei der Diagnose Arthrose handelt es sich meistens um altersbedingten Verschleiß von Gelenkknorpel, ganz besonders häufig im Kniebereich, den der Körper nicht mehr ohne Weiteres wieder aufbauen kann. Immer wiederkehrende einseitige Bewegungsabläufe, übermäßige Abnutzung durch Leistungssport oder auch falsche Ernährung begünstigen die Arthrose.

Arthrose im Knie – Hilfen ohne OperationKniearthrose ohne OP

Bei der Diagnose Arthrose handelt es sich meistens um altersbedingten Verschleiß von Gelenkknorpel, ganz besonders häufig im Kniebereich, den der Körper nicht mehr ohne Weiteres wieder aufbauen kann. Immer wiederkehrende einseitige Bewegungsabläufe, übermäßige Abnutzung durch Leistungssport oder auch falsche Ernährung begünstigen die Arthrose, sodass nicht nur alte Menschen davon betroffen sind. Arthrose ist nicht heilbar, übrigens auch nicht mit einer Operation, aber wir können ihren Fortschritt deutlich verlangsamen und die damit verbundenen zum Teil sehr schmerzhaften (klinischen) Symptome lindern mit dem Ziel und auch mit dem Ergebnis einer Verbesserung der Lebensqualität.

Je nach Stand ihrer Ausprägung ist die Arthrose des Kniegelenks mit unterschiedlichen Symptomen behaftet. Am Beginn machen sich nur vermehrte Belastungen, zum Beispiel bei einer längeren Wanderung mit Rucksack, mit kurzfristigen stechenden Schmerzen bemerkbar. Bei Joggern tritt der ganz typische „Anlaufschmerz“ auf. Dann kommen die Schmerzen beim Treppensteigen hinzu, und das Gehen auf unebenem Untergrund führt immer wieder zu recht schmerzhaften Momenten. Danach sind es auch die Kniescheiben, die beim Sitzen und Aufstehen schmerzen. Das starke Knirschen im Kniegelenk allein beim Baumelnlassen der Beine macht sich sehr lange deutlich bemerkbar. Darüber hinaus kommt es immer wieder zu Schwellungen, das sind Wasseransammlungen, und in den späteren Stadien zu Fehlstellungen.

Orthopäden und Chirurgen „schneiden“ gern, denn mit einer Operation wird in kürzester Zeit das meiste Geld verdient. Diese „Option“ läuft ja nicht weg. Vor so einem schweren Eingriff kann man aber noch viel Gutes tun für seine Kniegelenke, hier ist eine kleine Liste:

Allgemeine Maßnahmen

Dass die Gelenke bei Arthrose nicht mehr stark belastet werden können, muss man sich täglich bewusst machen und seine Bewegungen daran anpassen. Die Reduzierung des eigenen Körpergewichts nimmt dabei einen breiten Raum ein. Besonders gut gedämpfte, abrolloptimierte Schuhe (MBT) können auch eine echte Hilfestellung sein.

Hyaluronsäure

Diese „Gelenkschmiere“ ist chemisch überschaubar und kann künstlich nachempfunden werden. Der Orthopäde spritzt diese etwas viskose Flüssigkeit direkt ins Gelenk. Durch die damit verbundene Verringerung der Reibung im Gelenk können entzündliche Reaktionen messbar zurück gefahren werden, und in der Folge lassen die Schmerzen deutlich nach.

Kortison

Bei einer starken akuten Entzündung kann eine Kortisonspritze direkt ins Gelenk erforderlich sein. Das ist aber keineswegs eine gesunde Therapie, die ständig eingesetzt werden darf. Die Nebenwirkungen auf Blutbild und Knochen können bedenklich werden, auch eitrige Gelenkentzündungen können die Folge sein.

Stoßwellentherapie

Diese Methode wird erfolgreich bei entzündeten Sehnen, insbesondere bei den Kniescheiben- und Oberschenkelmuskelsehnen eingesetzt.

Magnetfeldtherapie

Diese alternative Behandlungsmethode wird allgemein als Schmerztherapie eingesetzt.

Akupunktur

Auch dies ist eine anerkannte wirksame Schmerztherapie bei Arthrose, bei der sich aber einige gesetzliche Krankenkassen noch etwas schwer tun. Die Kostenübernahme sollte der Patient gegebenenfalls im Vorfeld mit seiner Kasse abklären.

Medikamente

Bei den sogenannten NSAR wie Diclofenac, ASS oder Ibuprofen handelt es sich um entzündungshemmende Wirkstoffe, die ebenso wie Cox2-Hemmer möglichst nur über kurze Zeiträume eingenommen werden sollten, um die bekannten Nebenwirkungen gar nicht erst entstehen zu lassen. Die Alternativen dazu sind Enzyme aus pflanzlichen Entzündungshemmern oder auch Homöopathika. Entzündungshemmende Salben enthalten oft Kortison und helfen nur eher moderat.

Alternative Medikamente

Viele Patienten bestätigen die Linderung von Arthrosebeschwerden durch eine langfristige Einnahme von Glukosamin- und Chondroitinsulfat, was aber durch anerkannte klinische Studien noch nicht bestätigt wurde.

Krankengymnastik

Mithilfe der Physiotherapie werden die Muskeln gekräftigt, die Sehnen gedehnt und die Beweglichkeit insgesamt verbessert. Der Erfolg stellt sich aber nur dann ein, wenn die erlernten Übungen auch zu Hause konsequent fortgesetzt werden und deren tägliche Durchführung geradezu zu einer festen Angewohnheit des Patienten werden. Der Therapeut stellt dafür entsprechende Übungsblätter zur Verfügung.

Sport

Da alle Gelenke „selbstschmierende“ Teile sind, aber eben nur bei beziehungsweise durch Bewegung, muss das Arthrosegelenk unbedingt immer bewegt werden, aber in der richtigen Dosierung und ohne Belastung. Oben wurden bereits tägliche gymnastische Übungen angesprochen, und darüber hinaus gibt es gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, langsames Radfahren oder Walken.

Thermotherapie

Entzündete, geschwollene Gelenke können durch Abkühlung zum Beispiel mit etwas Eis oder Quark in einer Tüte (Beutel) fast auf ihr Normalmaß zurückgeführt werden. Umgekehrt ist die Zuführung von Wärme (zum Beispiel Rotlicht oder Mikrowelle) bei chronischen Schmerzen sehr hilfreich. Die medizinische Mikrowelle stand früher in jeder Arztpraxis. Offenbar ist der Abrechnungsmodus für diese einfache Methode heute nicht mehr lohnend.

Physikalische Therapie

Zur Linderung der Schmerzen wird oftmals die Elektrotherapie „TENS-Gert“ eingesetzt. Lokale Entzündungen können erfolgreich mit Ultraschalltherapien behandelt werden.

Orthopädische Hilfsmittel

Zu den physikalischen Hilfen gehören Kniebandagen, Einlagen und andere sogenannte Schuhzurichtungen wie Außen- und Innenranderhöhungen, Knieorthesen sowie auch Gehstöcke oder Rollatoren.

Fazit

Ohne eine Untersuchung durch Ihren Hausarzt oder Orthopäden geht es nicht, denn hinter einer vermuteten Arthrose können sich auch ganz andere Ursachen verbergen. Wenn es gelingt, eine eventuelle Ursache einer Fehlbelastung herauszufinden, ist schon viel gewonnen, weil dann meistens die Ursache abgestellt und langfristig mit konservativen Maßnahmen eine nachhaltige Entlastung des Gelenks herbeigeführt werden kann. Oftmals lässt sich eine Operation des Gelenks nicht wirklich vermeiden, aber der Zeitpunkt für diese endgültige Maßnahme lässt sich in den meisten Fällen noch Jahre hinauszögern. Da nicht jede Operation garantiert zu einer Verbesserung führt, ist der weitverbreitete Respekt vor dieser Maßnahme nur allzu verständlich.

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Gelenkverschleiß im Knie

Eine Kniegelenksarthrose bedeutet meistens, dass jeder Schritt schmerzt und die Lebensqualität drastisch sinkt. Schmerzen im Knie sind in der Bevölkerung weit verbreitet, und vor allem ältere Menschen müssen darunter leiden.

Gelenkverschleiß im KnieSchmerzende Kniegelenke durch Gelenkverschleiß

Eine Kniegelenksarthrose bedeutet meistens, dass jeder Schritt schmerzt und die Lebensqualität drastisch sinkt. Schmerzen im Knie sind in der Bevölkerung weit verbreitet, und vor allem ältere Menschen müssen darunter leiden. Die Knie schmerzen in solchen Fällen oft nicht nur, wenn sie stark belastet werden, sondern schon bei alltäglicher Bewegung und selbst bei körperlicher Ruhe. Eine Arthrose im Kniegelenk beeinträchtigt nicht nur das körperliche Wohlbefinden. Sie behindert die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und drückt auf Geist und Seele.

Die Knie gehören zu den Gelenken, die am häufigsten unter Verschleiß zu leiden haben. Durch Überlastung, körperliche Fehlhaltung oder fortgeschrittenes Alter reiben sich die Gelenkknorpel nach und nach ab, bis schließlich die Gelenkknochen schmerzhaft aneinander scheuern. Der Knorpel im Kniegelenk wird selbst nicht durchblutet, sondern die Gelenkschmiere versorgt ihn mit Nährstoffen. Mit fortschreitender Arthrose wird dem Kniegelenk immer weniger Gelenkschmiere zugeführt. Allein schon der Mangel an Gelenkschmiere kann das Gelenk versteifen. Ihr Hauptbestandteil ist Hyaluronsäure. Künstlich hergestellte Hyaluronsäure kann den Mangel ausgleichen und die Beschwerden der Arthrose lindern. Dazu wird sie dem Kniegelenk durch eine Injektion zugeführt.

So schmiert Hyaluronsäure das Kniegelenk

Neben Hyaluronsäure gibt es zahlreiche weitere Medikamente mit oder ohne Kortison, die die Beschwerden der Arthrose lindern. Häufig werden Patienten mit Kniegelenksarthrose verschiedene Tabletten verordnet. Manche Medikamente werden direkt in das Kniegelenk injiziert, durch eine sogenannte intraartikuläre Injektion. Dazu gehört auch die Hyaluronsäure.

Als Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit schmiert sie das Kniegelenk. Sie sorgt für eine fast reibungsfreie Bewegung des Knies, besser als das Schmieröl im Scharnier. Sie passt sich der Belastung an und wirkt nicht nur gleitend, sondern auch stoßdämpfend. Alles in allem vermittelt die Hyaluronsäure das reibungslose Zusammenwirken der wesentlichen Bestandteile des Kniegelenks. Zusätzlich bindet sie die feinen Abriebpartikel, die sich zwischen die Gelenkflächen setzen. Der Abrieb wirkt ähnlich wie Sand im Scharnier und erhöht den Verschleiß des Kniegelenks.

Hyaluronsäure in Injektionsform

Mehrere Pharmaproduzenten bieten Präparate mit künstlich hergestellter Hyaluronsäure an. Die meisten dieser Präparate wirken ähnlich. Auch wenn die enthaltene Hyaluronsäure künstlich hergestellt wird, entspricht sie doch der körpereigenen Substanz. Der Facharzt injiziert sie mit einer Fertigspritze direkt in das Kniegelenk, wobei die Dauer der gesamten Behandlung je nach Präparat variiert. Je nach Hyaluron-Präparat wird es als Einmalspritze verabreicht oder wöchentlich über drei bis fünf Behandlungseinheiten injiziert. Während Kortison sofort wirkt, benötigen die Hyaluron-Präparate drei bis zehn Wochen, bis sie vollständig wirken. Nach und nach baut der Körper die eingespritzte Hyaluronsäure wieder ab. Daher muss die Behandlung etwa halbjährlich wiederholt werden. Der Körper verträgt dies beliebig oft, da hier mit der körpereigenen Substanz behandelt wird.

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Hyaluronsäuretherapie bei Arthrose im Knie

Hyaluronsäure kommt in etlichen Bereichen des menschlichen Körpers vor. Es handelt sich dabei um eine biochemische Zusammensetzung, welche auch künstlich hergestellt werden kann. Die einzigartige Struktur erlaubt es, dass sie Wasser nicht nur aufnehmen, sondern auch speichern kann. So arbeitet die Hyaluronsäure im menschlichen Körper

Therapie mit Hyaluron bei einer Kniearthrose

Hyaluronsäure kommt in etlichen Bereichen des menschlichen Körpers vor. Es handelt sich dabei um eine biochemische Zusammensetzung, welche auch künstlich hergestellt werden kann. Die einzigartige Struktur erlaubt es, dass sie Wasser nicht nur aufnehmen, sondern auch speichern kann.

So arbeitet die Hyaluronsäure im menschlichen Körper

Durch ihre einzigartige Struktur ist sie in der Lage, eine große Reißfestigkeit aufzubauen. Zu ihren Pluspunkten gehört auch, dass sie eine sowohl abfedernde als auch gallertige Struktur bildet.Kniearthrose Hyaluronsäure

Aus diesem Grund ist sie im Körper des Menschen dort zu finden, wo ein hoher Druck und statische Anforderungen gebraucht werden. Dazu zählen vornehmlich die Knorpel, welche in der Wirbelsäule und den Kniegelenken vorhanden sind. Beide Bereiche sind stets gefordert, da hier massive Kräfte abgefedert werden müssen.

Hyaluronsäure ist aber nicht ausschließlich zum Schutz der Wirbelsäule und Kniegelenke da. Sie wirkt ebenfalls dort, wo eine Verminderung der Reibung erfolgen soll. Das Periost (die Außenhaut der Knochen) ist sehr empfindlich und diese Tatsache zeigt sich dann, wenn zwei Knochen schutzlos aufeinander reiben. Die Schmerzen sind dann nahezu unerträglich. Die sogenannte Knochenschmiere, auch unter dem Begriff Synovia bekannt, verhindert dies. Genährt wird sie auch durch die Hyaluronsäure. Diese Tatsache macht sie für die schmerzfreie Nutzung des Kniegelenkes unentbehrlich. Vor einigen Jahren konnte Hyaluronsäure noch nicht künstlich hergestellt werden. Patienten, die unter massiven Beschwerden litten, waren darauf angewiesen, ständig in Bewegung zu bleiben. Nur so konnten Sie gewährleisten, dass die Synovia intakt blieb.

Auf diese Weise lindert Hyaluronsäure Beschwerden bei Kniearthrose

Nur Menschen, die bereits einen Knochenbruch erlitten haben wissen, wie schmerzhaft dieser ist. Sobald Knochen ungeschützt aufeinander reiben treten Schmerzen ein, die kaum zu ertragen sind. Bei einer Arthrose im Kniegelenk kommt es durch den degenerativen Knorpelverlust zu massiven Reibungen zwischen den Gelenken. Da diese nicht mehr von der schützenden Hyaluronschicht ummantelt sind, treten unweigerlich massive Schmerzen auf. Bei unbehandeltem Verlauf kommt es zu Ergüssen im betroffenen Gelenk. Die Ursache für dieses Symptom liegt darin, dass eine Entzündung vorliegt und diese für das Anschwellen des Kniegelenkes verantwortlich ist. Sobald die Schwellung sichtbar ist, schont der Betroffene sein Knie und das führt unweigerlich dazu, dass das Gelenk noch mehr anschwillt. Hier von einem Teufelskreis zu sprechen, wäre die Situation auf den Punkt gebracht.

Therapien mit Hyaluronsäure im Knie

Kaum ein Körperteil wird so stark beansprucht, wie das Knie. Es trägt jedes Kilo des Menschen und ist ständig in Bewegung. Jahrelange Forschungen ergaben, dass Hyaluronsäure ein wichtiger Bestandteil bei der Gesunderhaltung des Kniegelenkes ist. Aus diesem Grund bemühten sich Forscher darum, dass sie künstlich hergestellt werden kann. Nachdem dies gelang, gilt Hyaluronsäure als Basis jeder Therapie bei Beschwerden im Bereich des Kniegelenkes.

Je zäher die Synovia, desto besser kann sie ihren Auftrag als Gelenkschmiere erfüllen. Das leuchtet jedem ein und bedarf keiner weiteren Erläuterung. Eine sehr wichtige Aufgabe der Hyaluronsäure ist es, dass sie mithilft, die Gelenkschmiere möglichst in einer zähen Konsistenz zu erhalten. Die Synovia wird im menschlichen Körper immer wieder neu gebildet. Dazu benötigt sie Substanzen, die ihr bei der Neubildung behilflich sind. Hyaluronsäure zählt zu den wichtigsten Bestandteilen und darf dabei nicht fehlen. Sobald ein Knochen nicht vom schützenden Periost ummantelt ist, wird er starke bis stärkste Schmerzen verursachen.

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Kniearthrose – Gonarthrose

Als Arthrose im Kniegelenk wird die Erkrankung des Gelenkknorpels bezeichnet. Eine Kniegelenksarthrose zählt heute längst zu den am häufigsten auftretenden Krankheiten.

Knie OrthopädieWas ist eine Arthrose im Kniegelenk

Als Arthrose im Kniegelenk wird die Erkrankung des Gelenkknorpels bezeichnet. Eine Kniegelenksarthrose zählt heute längst zu den am häufigsten auftretenden Krankheiten. Nur eine intakte Knorpelmasse kann für die Gleitfähigkeit der Knochen im Knie sorgen und die volle Funktion des Kniegelenks garantieren. Eine gesunde Knorpelmasse ist weiß, zäh und elastisch, um so dem extremen Druck von vielen Kilos Stand zu halten. Die Schädigung oder der Abbau dieser Knorpelmasse führt zur Kniearthrose, was für den Betroffenen in erster Linie Schmerzen und Bewegungseinschränkungen bedeutet, die seine Lebensqualität nun erheblich mindert.

Das Knorpelgewebe ist circa drei bis vier Millimeter dick und hat die Funktion einer Gleitschicht zwischen den Kontaktflächen der Knochen, so dass die Reibung vermindert wird und Stöße abgefedert werden können.
Die vitalen Knorpelzellen bilden um sich herum ein stabiles Netz aus kollagenen Fasern, eine Art Bindegewebe, das wasserhaltig und elastisch ist und als Verbundmittel dient. Bei einer Arthrose sterben diese Zellen ab und diese Fasern werden nicht mehr gebildet. Die Folge sind starke Schmerzen in den Knien und eine wesentliche Beeinträchtigung der Beweglichkeit. Diese Degeneration der Knorpelsubstanz und der daran anschließende Abrieb des Knorpels können mitunter bis zur Versteifung oder Zerstörung des Gelenks führen.

Warum ist gerade eine Arthrose im Knie so problematisch

Die Arthrose im Knie, auch Gonarthrose genannt, gestaltet sich besonders problematisch, da das Knie zum einen sehr kompliziert gebaut ist, die Flächen passen hier nicht komplett ineinander, was sich negativ auf die Stabilität auswirkt. Das Kniegelenk wird durch Oberschenkelknochen, Schienbeinknochen und Kniescheibe gebildet. Um der außergewöhnlich hohen Belastung gerecht zu werden, dienen, zusätzlich zum Knorpel, noch die Menisken als Stoßdämpfer zwischen den Knochen, um die Belastungen zu minimieren, ebenso wie viele weitere Bänder, Sehnen und Muskeln. Zudem ist das Kniegelenk auch besonders anfällig, da es ganz besonderen Belastungen ausgesetzt ist, lastet doch der weitaus größte Teil des Körpergewichts auf den Beinen und Füßen. Folge sind hier oft Fehlbelastungen, unter der die Knorpelmasse leidet, der Auftritt von Verschleißerscheinungen ist so vorprogrammiert.

Welche Symptome deuten auf eine Arthrose im Kniegelenk hin

Ein erstes Zeichen sind Schmerzen und eine deutliche Reduktion der Gelenkbeweglichkeit. Nach dem Aufstehen oder längerem Sitzen, wird ein Anlaufschmerz verspürt, der nach einer gewissen Zeit der Bewegung wieder verschwindet. Plötzlich knacken und knirschen die Gelenke, eine Wetterfühligkeit setzt ein, es stellen sich Hitze- oder Kältegefühle bei Belastung ein und es wird ein Schwellungsgefühl erzeugt, ohne eine wirklich sichtbare Schwellung, die Haut ist partiell gerötet. Koordinations- und Gefühlsstörungen treten plötzlich auf und ein Arbeiten in der Hockstellung wird immer schwieriger. Diese einzelnen Symptome zeigen sich je nach Fortschritt der Arthrose. Sind es zunächst nur die Anlaufschmerzen, werden diese sehr bald durch weitere Beschwerden verstärkt. Ein typisches Symptom der Kniearthrose ist eine Überwärmung aufgrund der Entzündungsparameter. Diese Wärme ist äußerlich spürbar und geht mit einer Schwellung, dem sogenannten Gelenkerguss, einher. Aufgrund dieser Symptome ist davon auszugehen, dass die Arthrose nun aktiviert ist, da der Knorpel so stark geschädigt ist, dass der Abrieb bereits eingesetzt hat, was Entzündungen begünstigt, die zu einem weiteren Abbau des Knorpels führt. Der degenerative Verschleiß führt nun zu massiven gesundheitlichen Beeinträchtigungen. So fallen alltägliche Handlungen und Bewegungsabläufe plötzlich schwer, wie Haus- oder Gartenarbeit, es kann nicht mehr mühelos in die Hocke gegangen werden. das Knie knackt und Gelenkgeräusche treten auf. Konnten ein oder mehrere Symptome beobachtet werden, ist es nun höchste Zeit zu handeln. Eine ärztliche Diagnostik sorgt für Gewissheit und es kann frühzeitig mit geeigneten Behandlungen und Therapien begonnen werden.

Die vier Stadien der Arthrose im Kniegelenk

Zunächst treten Anlauf- und Startschmerzen auf, ist man erst einmal in Bewegung, lassen die Schmerzen auch wieder nach. Hier spricht man von Knorpelschäden 1. und 2. Grades. Die Beweglichkeit ist hier noch nicht wesentlich beeinträchtigt, da der Knorpel erst beginnt sich zu verändern. Mit knorpelregenerierenden Verfahren können hier beachtliche Erfolge erzielt werden. Im weiteren Krankheitsverlauf treten Knorpelschäden 3. Grades auf, dann kommen Ermüdungs- und Belastungsschmerzen dazu, plötzlich treten die Schmerzen bei alltäglichen Bewegungsabläufen auf, bspw. bei langem Stehen, beim Laufen oder beim Sport. Der Knorpel ist nun bereits tief geschädigt und weist Risse und Löcher auf. Noch bedeckt die geschädigte Knorpelschicht den Knochen, doch um die weitere Degeneration aufzuhalten, müssen die Schadstellen behandelt werden. Durch die Verwendung eines Teilersatzes können die intakten Anteile des Kniegelenks jetzt noch erhalten werden. Schließlich treten die Schmerzen dann auch in Ruhephasen auf, jetzt ist der 4. Grad erreicht. Der Knorpelschäden sind nun so schwerwiegend, dass man hier von der sogenannten Knochenglatze spricht, da der Knochen partiell nicht mehr von Knorpel bedeckt wird. Durch das Fehlen der Knorpelmasse reiben die Knochen nun ganz direkt aufeinander, was zu einem Abrieb führt, der nun wiederum schmerzhafte Entzündungen und Schwellungen verursacht. In dieser Phase tritt dann mitunter auch eine Versteifung ein, oder es kommt zu Verformungen und knotigen Veränderungen im Gelenkbereich. Je nach Grad der fortgeschrittenen starken Schädigungen, stellt Teilprothesen oder eine Knieprothese eine geeignete Behandlungsmethode dar.

Diagnostik der Kniearthrose

Die Kniearthrose ist mitunter im Anfangsstadium nicht gleich eindeutig zu diagnostizieren, da der Krankheitsverlauf von Patient zu Patient stark differenzieren kann und trotz bereits fortgeschrittener Knorpelschäden das Schmerzempfinden stark variieren kann. Erst wenn der degenerative Prozess beendet ist, also die Knorpelschicht nicht mehr vorhanden ist, und die Knochen ohne „Puffer“ aneinander reiben, treten neben starken Schmerzen dann oftmals auch eine Steife und Entzündungsparameter auf. Im Rahmen der Diagnostik wird der Patient als Ganzes gesehen, er wird nicht nur umfassend zu seinen Beschwerden befragt, sondern auch zu seiner Krankengeschichte insgesamt, den Lebensumständen, Gewohnheiten und Ernährungsweisen, sowie eventueller familiärer Vorbelastungen. Der Arzt erkundigt sich im Gespräch nach besonderen beruflichen oder sportlichen Belastungen, welche Medikamente eingenommen werden oder auch wurden, ob derartige Beschwerden bereits an anderen Stellen am Körper aufgetreten sind, ob Infektionen oder bakterielle Erkrankungen vorliegen und ob es Unfälle in jüngster Zeit, oder auch länger zurückliegend, gegeben hat. Hat sich in der anschließenden körperlichen Untersuchung der Verdacht auf eine Kniearthrose erhärtet, kann durch weiterführende Feindiagnostik, wie Röntgen, Ultraschall, Magnetresonanztomografie, Arthroskopie oder Gelenkpunktion Gewissheit erlangt werden, ob hier tatsächlich eine Arthrose im Knie vorliegt, in welchem Stadium sich die Arthrose befindet und welche Behandlungsmethoden und Therapien geeignet sind.

Behandlung und Therapie

Eine Heilung der Kniearthrose ist bislang nicht möglich, da ein einmal zerstörter Knorpel im Knie nicht regeneriert werden kann. Ziel der Behandlung und Therapie ist es, den vorhandenen Knorpel nach Möglichkeit soweit wie möglich zu erhalten und Schmerzen und Beschwerden auf ein Minimum zu reduzieren, so dass eine weitest gehende Schmerz- und Beschwerdefreiheit erreicht wird. Dies wird in erster Linie durch eine medikamentöse Behandlung mittels Spritzen, Tabletten und Salben erreicht, die durch angemessene Bewegung ergänzt wird. Je nach Stärke der Schmerzen kann dies durch geeignete Sportarten oder Krankengymnastik erfolgen.

Die Ursachen der Kniearthrose

Die Kniearthrose stellt sich ursächlich ganz unterschiedlich dar. Biochemische und mechanische Ursachen können hier die Auslöser darstellen. Die Ursachen gestalten sich in den verschiedenen Altersgruppen ganz unterschiedlich. Sind es doch bei den jüngeren Patienten eher mechanische Auslöser, so sind es bei den mittleren und älteren Patienten eher biochemische Auslöser, die zur Erkrankung führen. Zu den biochemischen Auslösern zählen unter anderem System- und Stoffwechselerkrankungen, Rheuma oder Durchblutungsstörungen, die als Ursache für das Auslösen einer Arthrose im Knie in Betracht kommen. Zu den mechanischen und sekundären Ursachen zählen neben Fehlstellungen, wie X-Fehlstellung oder O-Fehlstellung, auch Unfälle, Übergewicht und Entzündungen oder bakterielle Infektionen. Tritt bei jüngeren Menschen eine Kniearthrose auf, ist dies meist die Folge eines Unfalls. Ein Knorpeltrauma oder gelenknahe Frakturen können eine Arthrose bedingen. Wurden hier Beschädigungen des Knorpels nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, werden sich die Beschwerden systematisch verstärken, da solche Schäden sich nicht selbst ausheilen, denn der Knorpel wird nicht direkt durchblutet und benötigt daher Hilfe zur Regeneration vom Organismus. Ein Bruch des Schienbeinkopfes, eine Verletzung der Außenbänder oder Kniebänder kann eine schnellere Abnutzung des Knorpels begünstigen und unbehandelt zur Arthrose führen. Dies kann nur durch die frühzeitige Wiederherstellung der natürlichen Belastungslinien im Knie verhindert werden. Im mittleren Alter stellen berufliche oder sportliche Überlastungen die Hauptursache für Kniearthrose dar. Auch nicht oder nicht ausreichend behandelte Sportverletzungen aus der Jugendzeit, können jetzt zum Gelenkverschleiß maßgeblich beitragen. Im höheren Alter ist die altersbedingte Abnutzung ursächlich für die Kniearthrose, durch die degenerative Ausdünnung des Knorpelgewebes. Das Bindegewebe erschafft, der Wasserhaushalt ist nicht mehr im Gleichgewicht, Elastizität, Belastbarkeit und Regenerationsfähigkeit nehmen stetig ab. Sind auch im höheren Alter die Ansprüche an die Beweglichkeit und Belastbarkeit nicht mehr so hoch wie im jungen oder mittleren Alter, so sollte hier die Behandlung und Therapie ganz gezielt auf den Erhalt der größtmöglichen Beweglichkeit und Mobilität ausgelegt sein. Die Lebensqualität soll hier vor allem durch eine deutliche Schmerzreduktion gesteigert werden. Eine weitere Ursache ist die genetisch bedingte Instabilität, die jedoch ursächlich nur einen geringen Prozentsatz ausmacht. Zur Risikogruppe gehören hier die Menschen, bei denen im familiären Umfeld eine Häufung von Gelenkverschleißerkrankungen auftreten. Bei dieser Personengruppe kann eine Kniearthrose bereits in jüngeren Jahren auftreten. Ist dies der Fall, sind sofort Maßnahmen zu ergreifen, um den Verlust des Kniegelenks in den nächsten Jahren zu verhindern.

Die Behandlungsmethoden

Aber egal in welchem Alter die Kniearthrose auftritt, nur eine frühzeitige Behandlung kann zur Gelenkerhaltung beitragen, je später Behandlung und Therapie einsetzten, desto geringer sind die Möglichkeiten den Schmerz deutlich zu reduzieren und die Beweglichkeit zu erhalten. Im Endstadium kann eine Nichtbehandlung dieser Krankheit sogar zu einer Versteifung führen.
Durch rechtzeitige Beseitigung von Fehlstellungen und Reinigungen, kann die Lebensdauer eines Arthrose Knies deutlich verlängert werden. Es ist daher dringend zu empfehlen, schon bei den ersten Symptomen den Arzt aufzusuchen um sich Gewissheit zu verschaffen und nicht zu warten, bis die Schmerzen kaum mehr auszuhalten sind. Möglicherweise greifen einige Behandlungen und Therapien dann schon nicht mehr, die bei einem frühzeitigen Behandlungsbeginn noch zum Erfolg geführt hätten. Neue und innovative Methoden ermöglichen heute Ergebnisse, die vor einigen Jahren noch undenkbar waren, So kann bspw. eine knorpelaufbauenden Hyaluroninjektion direkt und in höchster Konzentration in das Gelenk eingespritzt werden. Diese Methode ist weitaus effektiver, als eine medikamentöse Behandlung, da hier direkt die betroffenen Stellen erreicht werden. Drei bis fünf Injektionen in wöchentlichem Abstand können zu einer deutlichen Linderung der aufgetreten Symptome führen. Diese Methode eignet sich für das frühe Stadium der Erkrankung. Die klassische Behandlung der Kniearthrose erfolgt durch einen 3-Stufenplan. In der 1. Stufe stehen knorpelregenerierende Verfahren im Focus, dazu gehört die Gelenksäuberung, auch Débridement genannt und die Lavage, eine Gelenkspülung. Bei diesen Verfahren werden die freien Knorpelteile aus dem Gelenk gewaschen. Ein weiteres Verfahren ist die Knorpel-Knochen-Transplantation. Hier wird aus den noch nicht belasteten Stellen Knorpel- und Knochengewebe entnommen, um dieses in die betroffenen Bereiche einzufügen. Die Microfacture-Technik und Abrasionsarthroplastik dienen zur Knorpelanfrischung und Knorpelglättung. Auch das Beseitigen von Meniskusschäden und das Entfernen entzündeter Gelenkschleimhaut sind geeignete Behandlungsmethoden. Mittels Knorpelzüchtung werden Knorpelstückchen in einer Zellkultur vermehrt um neues und gesundes Knorpelzellgewebe zu erzeugen, dass dann durch Auflegen auf die geschädigten Stellen diese repariert. Wenn diese Methoden nicht mehr zu dem gewünschten Erfolg führen, ist die 2. Stufe erreicht. Mittels einer Teilendprothese wird der verschlissene Teil des Gelenks ersetzt. Die intakten Teile können so noch erhalten werden. Sind aber die Verschleißerscheinungen soweit fortgeschritten, dass eine Teilendprothese nicht mehr ausreicht, erfolgt in der 3. Stufe der Einsatz eines kompletten Kniegelenkersatzes. Eine Alternative zu den schulmedizinischen Behandlungsmethoden stellen Behandlungsmethoden und Therapien aus den Bereichen der Homöopathie, der Naturheilkunde und der Akkupunktur dar. Hier soll beispielsweise durch pflanzliche Heilmittel oder den Einsatz von Blutegeln erfolgreich therapiert werden. Allerdings sind diese Methoden nicht unumstritten. Letztendlich liegt es aber in der Hand des Patienten, ob er sein Vertrauen in die Schulmedizin setzt oder alternative Behandlungen und Therapien vorzieht.

Was kann man selbst tun, um einer Arthrose im Kniegelenk vorzubeugen

Zunächst sollte ein kritischer Blick auf eigene Lebens- und Ernährungsgewohnheiten erfolgen, um die Schwachstellen aufzudecken. Rechtzeitige Vorsorge, Schonung der Gelenke, kombiniert mit viel Bewegung und gesunder Ernährung sind der Schlüssel für ein beschwerdefreies Leben bis ins hohe Alter. Letztendlich ist der Patient der wichtigste Partner des Arztes und kann durch eine gesunde Lebensweise die Behandlungen und Therapien äußerst wirkungsvoll unterstützen. So ist Übergewicht ein entscheidender Faktor für die Entstehung einer Arthrose im Kniegelenk. Die Statistik besagt, dass übergewichtige Menschen durchschnittlich 12 Jahre eher als Menschen mit Normalgewicht eine Knieprothese benötigen. Eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten unter Einbeziehung von mehr Fisch, Salat, Obst und Gemüse und größtmöglichen Verzicht auf „rotes Fleisch“ sind hier ein guter Anfang, den Säure-Basen-Haushalt ins Gleichgewicht zu bringen. Auch sollte auf den Verzehr von Kalorienbomben, wie Süßigkeiten und Chips, am besten generell verzichtet werden, zumindest aber auf ein Minimum reduziert werden. Gewürze wie Ingwer, Chili und Kurkuma wirken nicht nur dem Knorpelabbau entgegen, sondern wirken auch entzündungshemmende und bauen so wirkungsvoll den Schmerz ab. Dazu sollte ausreichende Bewegung mit geringer Stoßeinwirkung für das Knie kommen, da dadurch die Ernährung des Knorpels gefördert wird. Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Skilanglauf ermöglichen das ganze Jahr über sanfte Bewegungsformen. Auf Sportarten wie Squash, Fußball oder Badminton sollte dagegen verzichtet werden, da der schnelle Richtungswechsel eine Belastung für die Knie darstellt. Arthrose gefährdete Menschen denken oft, dass sportliche Betätigung eine negative Auswirkung auf den Gesundheitszustand hat. Das Gegenteil ist hier der Fall, Bewegung nach dem Motto, viel bewegen und wenig belasten, fördert den Stoffwechsel im Gelenk und hat so eine vorbeugende Wirkung. Bewegungsmangel dagegen kann die Entwicklung der Arthrose begünstigen. Alkohol und Nikotin sind pures Gift für den Körper und wirken sich auch besonders schädlich auf stark belastete Gelenke, wie bspw. dem Kniegelenk, aus. Ein Verzicht auf diese Genussmittel trägt ganz eindeutig zur längeren Gesunderhaltung der Gelenke bei.

Fazit

Eine rechtzeitige und erfolgreiche Behandlung und Therapie trägt ganz wesentlich zu einer hohen Lebensqualität bis ins hohe Alter bei. Gesunde Gelenke bedingen auch ein gesundes Herz- und Kreislaufsystem, einen gesunden Stoffwechsel und den Erhalt der stabilen mentalen Fähigkeiten. Eine hohe Lebenserwartung bei bestmöglicher Gesundheit und Mobilität ist schließlich der Wunsch jedes Menschen. Daher sollte immer auf die Warnsignale des Körpers gehört werden und sofort ein Arzt konsultiert werden. Je eher eine ärztliche Diagnostik erfolgt, desto eher können geeignete und erfolgversprechende Behandlungen und Therapien eingeleitet werden.

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